Berlin-Sport : Vergangener Schrecken

Der BHC will im Feldhockey wieder dominieren

Ingo Schmidt-Tychsen

„Noch vor wenigen Jahren sind wir in der Hoffnung nach Berlin gefahren, nicht zu hoch zu verlieren“, erzählt Wolfgang Kluth. „Dieses Mal sind wir gekommen, um zu gewinnen“, sagt der Trainer von Rot-Weiß Köln. Dazu hat es nicht ganz gereicht: Rot-Weiß Köln und der Berliner Hockey-Club spielten am Samstagnachmittag vor knapp 300 Zuschauern 1:1 auf dem Feldhockey-Platz an der Wilskistraße. Das Tor für die Berlinerinnen erzielte Eileen Hoffmann. Es war das Bundesliga-Spitzenspiel, Köln ist Tabellenerster, der BHC Zweiter. Durch das Unentschieden bleibt Köln mit zwei Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger auf Platz eins und ist damit Favorit auf den Titel.

Bis vor wenigen Jahren war das die Rolle des BHC. Zwischen 1992 und 2000 holten die Berlinerinnen insgesamt 14 Titel, darunter je vier deutsche Meisterschaften in der Halle und auf dem Feld. Doch seit 2000 hat der BHC nichts mehr gewonnen. Obwohl er in jedem Jahr mit dem Ziel antritt, Deutscher Meister zu werden. Mit fünf Nationalspielerinnen aus dem A-Kader und acht aus dem Nachwuchs ist der BHC eigentlich gut genug besetzt. Häufig waren die Berlinerinnen ihrem Gegner in der Vergangenheit spielerisch überlegen, scheiterten am Ende aber immer an sich selbst. „Das ist ein Kopfproblem“, sagt Horst Buhr, Teammanager des BHC. Der Gewinn einer Meisterschaft würde die Probleme lösen, sagt Buhr. „Das wäre der Wendepunkt, nach dem wir wieder drei, vier Jahre oben wären.“ Das Potenzial dazu hat der BHC. Vorausgesetzt er hat in den entscheidenden Situationen seine Nerven im Griff.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben