Sport : Besart Berisha

Wie der HSV-Stürmer gegen Nürnberg spielte

Karsten Doneck

Besart Berisha wird beim Auflaufen in der AOL-Arena von den gestandenen Profis Piotr Trochowski und Daniel Ljuboja eingerahmt. Eine Premiere für Berisha: In sieben Bundesligaspielen kam er in dieser Saison beim HSV zwar zum Zuge, war dabei als eingewechselter Spieler aber nur insgesamt 76 Minuten auf dem Feld. Seinen Einsatz gegen den 1. FC Nürnberg hat sich der 21-jährige Stürmer redlich verdient – durch einen beherzten Auftritt und ein Tor drei Tage zuvor im Champions-League-Spiel gegen ZSKA Moskau (3:2).

Berisha bleibt anfangs ohne Torchance. Aber der Albaner kämpft, rennt, grätscht, ist alles andere als zimperlich. Als ihn Nürnbergs Beauchamp kurz hinter der Mittellinie foult, macht Berisha kein Theater, sondern springt sofort wieder auf, um sich für den folgenden Freistoß weiter vorne in Position zu bringen. Und als Berisha merkt, dass die Bälle nicht zu ihm kommen, versucht er, sie sich selbst zu holen. Mehrfach zieht er sich ins Mittelfeld zurück. Den ersten halbwegs ernsthaften Torschuss von ihm bekommen die Zuschauer erst kurz vor der Pause zu sehen. Aus 23 Metern nimmt er Maß, allerdings nicht das richtige. Weit fliegt die Kugel über das Tor von Schlussmann Raphael Schäfer.

In der zweiten Halbzeit baut der albanische Nationalspieler dann ab. Als Mitspieler Volker Schmidt an Torwart Schäfer scheitert, bekommt Berisha die Nachschusschance. Überhastet schmettert er den Ball Richtung Eckfahne. Auf sein erstes Bundesligaspiel über 90 Minuten muss Berisha weiter warten. Nach 72 Minuten wechselt ihn Trainer Thomas Doll gegen Paolo Guerrero aus. Als Berisha geht, spenden die HSV-Fans Applaus. Zumindest das ist doch ein gutes Zeichen für Besart Berisha.

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