Beschränkungen für Reporter : Politik der Nadelstiche

Nachdem das Internet für Journalisten im olympischen Pressezentrum von Peking nicht frei zugänglich ist, drohte am Dienstag die nächste Einschränkung für die ausländischen Olympia-Reporter. Dann gab es ein Hin und Her.

Friedhard Teuffel[Peking]

Vom Platz des Himmlischen Friedens dürfe künftig nur nach vorheriger Anmeldung berichtet werden, verbreitete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Einen Besuch von Reportern hatte am Morgen eine Gruppe von Demonstranten genutzt, um auf ihre angeblich unrechtmäßige Umsiedlung aufmerksam zu machen. Dieser Protest veranlasste die Behörden offenbar zu ihrer Maßnahme. Auch sollten ausländischen Journalisten auf dem Platz künftig chinesische Begleitung erhalten. Später wurde die Einschränkung jedoch wieder aufgehoben, wie ebenfalls Xinhua meldete. „Eine solche Regelung entspricht nicht unseren Vorstellungen und wir müssen das schnell klären“, sagte auch IOC-Sprecherin Giselle Davies. Sie musste außerdem wieder zu nicht abrufbaren Internetseiten Stellung nehmen, etwa der Seite der BBC. „Diese Seiten müssen für Journalisten zugänglich sein“, sagte sie. Die Gespräche zwischen dem IOC und dem chinesischen Organisationskomitee über die Fragen der eingeschränkten Pressefreiheit gingen daher weiter.

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