Sport : Besonnener Eifer

Benedikt Voigt

gratuliert Schalke zur Nicht-Verpflichtung von Milan Baros Josef Schnusenberg hat einen Traum. Irgendwann will der Finanzvorstand des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 sein Gesicht auf dem Titelbild des „Manager-Magazins“ wiederfinden. Diese Ehre ist unlängst dem Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, zuteil geworden. Schnusenberg will es nun offenbar seinem sportlichen Rivalen auch als Finanz-Entscheider gleichtun. Seit gestern ist er diesem Ziel ein kleines Stück näher gekommen.

Josef Schnusenberg verzichtet auf die Verpflichtung des tschechischen Stürmers Milan Baros. Das ist schade für die Bundesliga, die einen großen Fußballspieler verpasst, es ist auch schade für Trainer Ralf Rangnick, dessen Kader der Torschützenkönig der EM 2004 weiter verstärkt hätte. Doch für Schalkes finanzielle Gesundheit und Schnusenbergs Erfolge als Manager ist es eine gute Entscheidung. Der FC Liverpool hatte bis zuletzt auf einer Ablösesumme von rund neun Millionen Euro für Baros beharrt. Das will und kann sich Schalke nicht leisten, obwohl der Klub zurzeit durchaus großzügig mit seinem Geld umgeht. Bei Baros’ Verpflichtung wäre Schalke jedoch in eine finanzielle Dimension vorgestoßen, in die sich vor ein paar Jahren nur Dortmund gewagt hat – und schlechte Erfahrungen machte. Und wie der Erzrivale Dortmund will natürlich kein Schalker werden.

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