Sport : Besser als Messi

Klaas-Jan Huntelaar führt Schalke auf Rang zwei

Foto: dapd
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Berlin - Er ist noch besser als Lionel Messi und Mario Gomez, zumindest was die Torquote betrifft. Der Schalker Stürmer Klaas-Jan Huntelaar kommt in dieser Saison auf überragende 25 Tore in 22 Pflichtspielen, dazu zählen auch seine Treffer für Holland in Länderspielen sowie die beiden Tore beim 3:1-Erfolg Schalkes am Samstag über die TSG Hoffenheim. Lionel Messi hingegen kommt in dieser Saison „nur“ auf 20 Tore in 22 Spielen, Mario Gomez auf 18 Tore in 18 Spielen.

Klaas-Jan Huntelaar ist damit, wenn man so will, der beste Stürmer Europas. Er ist mit seiner Torquote auch ein Garant dafür, dass sich Schalke 04 in der Bundesliga auf Platz zwei verbessert hat. Der Holländer war auch der einzige in den Reihen der Schalker, der sich nach der jüngsten Erfolgsserie traute, in der Tabelle noch weiter nach oben zu blicken. „Wir müssen so weitermachen“, sagte er nach dem sechsten Sieg im siebten Spiel in Folge, „wenn wir das tun, dann machen wir ihnen Druck.“

Gemeint sind die Bayern, die in dieser Saison bislang souverän erscheinen. Auch dank Huntelaars zehn Treffern in elf Bundesligaspielen ist der Trainerwechsel von Ralf Rangnick, der wegen eines Burn-out-Syndroms sein Amt aufgeben musste, zu Huub Stevens gut gelungen.

Neben Huntelaar gebührte daher auch dem neuen Trainer das Lob des Schalker Managers. „Die Mannschaft hat gefightet, wenn sie fighten musste und gespielt, wenn sie spielen konnte“, sagte Horst Heldt, „und sie ist taktisch exzellent eingestellt.“ Am Samstag glänzte Schalke vor allem durch Effektivität, denn das Spiel machten vor allem die Hoffenheimer Profis, die 63 Prozent Ballbesitz hatten.

Allerdings wollte der Trainer nicht in das allgemeine Loben einstimmen. Vor allem nicht, als es darum ging, die Schalker zum Verfolger der Bayern zu küren. „Sie sind meilenweit von uns entfernt“, sagte er, „man muss realistisch bleiben, nicht jeder kann das, ich schon.“ Natürlich sei für Schalke in der Liga viel möglich – „aber nur hinter den Bayern.“

Dass Schalke 04 zurzeit nur noch vier Punkte auf den Tabellenführer fehlen, liegt natürlich auch an Klaas-Jan Huntelaar, der nach dem wegen eines vermeintlichen Handspiels umstrittenen Führungstor von Raúl und dem Ausgleich von Vedad Ibisevic loslegte. In der vergangenen Spielzeit hatte er in 24 Spielen nur achtmal getroffen, doch nun scheinen sich die 14 Millionen Euro, die Schalke 04 für den Holländer auf den Tisch gelegt hat, tatsächlich zu lohnen. „Wir haben einen Lauf“, sagt Klaas-Jan Huntelaar – und meint sicherlich auch sich selbst. Tsp

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