Beste Saisonleistung : Eisbären gewinnen gegen Ingolstadt

Der deutsche Eishockeymeister aus Berlin zeigte am Freitagabend die bisher überzeugendste Saisonleistung. Die Eisbären feierten gegen den ERC Ingolstadt einen hoch verdienten 6:3 (1:2, 2:0, 3:1)-Erfolg.

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Florian Busch bejubelt seinen Treffer zur 3:2-Führung für die Eisbären, nachdem die Berliner bereits 0:2 zurückgelegen hatten.
Florian Busch bejubelt seinen Treffer zur 3:2-Führung für die Eisbären, nachdem die Berliner bereits 0:2 zurückgelegen hatten.Foto: imago

Irgendwann war es ja auch mal gut. Genauer gesagt nach knapp 20 Spielminuten gegen den ERC Ingolstadt. Alles lief bis zu diesem Zeitpunkt auf eine weitere Demütigung des in dieser Saison abgestürzten Eishockeymeisters aus Berlin. 0:2 lagen die Eisbären zurück, waren in der Livetabelle der Deutschen Eishockey-Liga wieder auf den letzten Platz abgerutscht. Doch dann gab es eine kollektive Trotzreaktion der Mannschaft und von den 11.200 unermüdlich anfeuernden  Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof und so wurde am Freitagabend aus einem von Ingolstadt dominierten Spiel ein offenes Spiel, in das sich die Berliner hereinkämpften. Mit wenig Spielkultur aber mit Herz und Kraft. Und das wurde belohnt, die Eisbären siegten 6:3 (1:2, 2:0, 3:1).

Vielleicht war Julian Talbots ausführlicher Jubel eine Initialzündung, wuchs bei manchen Berliner Profi wieder das Selbstbewusstsein. Denn nachdem der Kanadier kurz nach Beginn des zweiten Drittels das 2:2 erzielt hatte, wirkte die ganze Mannschaft der Eisbären wie neu belebt. Zuvor hatten die gut sortierten Oberbayern taktisch wenig verkehrt gemacht und nach Toren durch Alexander Oblinger und Thomas Greilinger schien sich nur noch die Frage zu stellen, wie hoch Ingolstadt denn gewinnen würde. Das 1:2 von Travis Mulock, kurz vor der ersten Sirene erzielt, fiel eher in die Kategorie Ingolstädter Betriebsunfall.

Doch das zweite Drittel wurde das beste Drittel der Eisbären in dieser Saison – am 14. Spieltag. Nach Talbot traf endlich auch einmal wieder Florian Busch. Die 3:2-Führung war im letzten Drittel zwar schnell verspielt - Derek Dinger, bei den Eisbären einst zum Profi ausgebildet - traf zum 3:3 für Ingolstadt. Doch die Berliner ließen sich nicht beirren. André Rankel gelang im Powerplay das Tor zum 4:3, Mulock erzielte das 5:3 und das 6:3 - und kam damit auf drei Tore in einem Spiel. 

Mit dem guten letzten Drittel rundeten die Eisbären ihre kämpferisch starke Leistung gegen die immerhin als Tabellenvierter angetretenen Oberbayern ab. Auf dem Heimsieg kann die bisher schwächste Heimmannschaft der Liga bereits am Sonntag aufbauen. Dann kommen die Krefeld Pinguine nach Berlin (14.30 Uhr).

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