Sport : Bettruhe

Biathletin Uschi Disl kann wegen Fiebers nicht starten

Helen Ruwald

Oberhof. An 13 Weltmeisterschaften hat Uschi Disl schon teilgenommen, und dort hat sie 15 Medaillen gewonnen. Gold in einem Einzelrennen fehlt ihr noch, und die Chancen, dass die Dritte des Gesamtweltcups einen ersten WM-Platz in Oberhof erringt, sind gesunken.

Den Tag vor dem ersten Wettkampf verbrachte Disl nicht in der Loipe, sondern im Bett. Am Donnerstag hatte sie nur leichte Halsschmerzen. „Das klang eigentlich unkompliziert“, sagt Mannschaftsarzt Bernd Wolfahrt. Doch gestern Morgen wachte sie mit 38,6 Grad Fieber auf. Wolfahrt verordnete Bettruhe. Disl wird weder heute im Sprint noch morgen im Verfolgungsrennen um eine Medaille kämpfen können.

Die 33-Jährige wird den WM-Auftakt nur wenige hundert Meter von der Rennsteig Arena entfernt erleben – vor dem Fernseher in der Kaserne, in der die deutsche Mannschaft untergebracht ist. Ob Uschi Disl überhaupt ein Rennen bei dieser WM bestreiten kann, hängt davon ab, ob sie an einem leichten oder schweren Infekt leidet. „Das müssen wir erst beobachten", sagt Wolfahrt.

Anstelle von Disl wird Simone Denkinger gemeinsam mit Kati Wilhelm, Katrin Apel und Martina Glagow (siehe nebenstehenden Artikel) im Sprint an den Start gehen. Andrea Henkel und Katja Beer mussten am Freitag überstürzt das Trainingslager in Ridnaun in Südtirol verlassen. Weil sie frühestens am Mittwoch zum Einsatz kommen sollten, war ihre Anreise erst für Sonntag geplant. Doch sie werden als neue Ersatzläuferinnen gebraucht – für den Fall, dass noch jemand krank wird.

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