Sport : Beulen aus Athen

Alba verliert wieder mal in der Europaliga – diesmal 95:96

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Athen (Tsp). Sie ist nicht eben ein Schmuckstück, die kleine Halle, in welcher der neunfache griechische Basketballmeister momentan seine Heimspiele austrägt. Das winzige Ausweichquartier von Olympiakos Piräus, in AthenKoridallos gelegen, fasst gerade mal 2400 Zuschauer. Die hatten gestern vor allem auf der großen Tribüne auf der einen Längsseite des Feldes Platz genommen und hatten ihre Freude. Auf der anderen, tribünenlosen Seite hingegen saß die kleine Fraktion von Auswechselspielern von Alba Berlin. Und die hatte an dem Exkurs nach Griechenland weniger Gefallen: Der Deutsche Meister verlor wieder einmal in der Europaliga, diesmal allerdings nach großem Kampf und am Ende etwas glücklos: 95:96 (44:46, 81:81) stand es nach der Verlängerung aus Sicht der Berliner.

Die Niederlage beim Tabellenvorletzten Olympiakos Piräus war bereits die sechste beim siebten europäischen Auftritt der Berliner in dieser Saison. Alba bleibt nach dem gestrigen Spiel auf dem letzten Rang der Achtergruppe, die Chancen auf ein Weiterkommen sind für die Berliner auf ein Minimum gesunken.

Emir Mutapcic wusste, worauf es bei dem Spiel in Piräus ankommen würde. „Wir müssen unsere bestmögliche Leistung in der Defensive bringen, wenn wir etwas gegen Olympiakos erreichen wollen“, hatte der Coach von Alba gesagt. Mit Spielbeginn mühten sich seine Spieler dann auch redlich, was sich im Spielstand widerspiegelte, Alba lag bis zur Halbzeit zu keiner Zeit nennenswert zurück. Chuck Evans machte dabei bei seinem ersten Auftritt bei Alba als Spielmacher einen guten Eindruck. Die Berliner verteidigten recht geschickt, hatten auch schnell gemerkt, dass die Griechen mit ihren Freiwürfen zunächst wenig anfangen konnten, sich manches Foul also als probates Mittel erwies.

Die ersatzgeschwächten Berliner, bei denen Stefano Garris – obwohl er seit vier Wochen nicht trainiert hatte – überraschend doch spielte, hatten aber im zweiten Durchgang anfangs große Probleme. Die Ballverluste bei Alba mehrten sich, die Griechen hatten bald neun Punkte Vorsprung. Doch die Berliner resignierten nicht, kamen wieder bis auf einen Punkt heran, 62:63 stand es aus der Sicht von Alba nach dem dritten Viertel.

Im finalen Spielabschnitt ging Alba dann sogar mit drei Punkten in Führung, doch es blieb weiterhin knapp. Die Verlängerung musste entscheiden. Da waren die Berliner erst besser, und das gefiel den Fans von Piräus offensichtlich gar nicht. Volle Getränkebecher flogen auf das Spielfeld, es musste minutenlang trocken gewischt werden. Als alles wieder trocken war, durften sich dann ein paar Minuten später doch noch die Griechen über einen glücklichen Erfolg freuen, weil Alba den letzten Angriff nicht verwerten konnte, der Ball nur an der Kante des Korbes landete. Die Berliner, bei denen Stanojevic mit 23 Punkten bester Werfer war, verließen das Feld mit hängenden Köpfen.

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