Sport : BFC Dynamo: Der Klub steht vor der Insolvenz

Andre Görke

Auch der BFC Dynamo steht dicht vor einem Insolvenzverfahren. "Wir haben uns eine Deadline gesetzt", sagt Dynamos Präsidentin Karin Seidel-Kalmutzki. "Wir müssen bis zum 30. Juni unsere kurzfristigen Verbindlichkeiten beglichen haben. Ansonsten werde ich ein Insolvenzverfahren beantragen." Den Viertligisten drücken Schulden in Höhe von weit über eineinhalb Millionen Mark. 500 000 Mark muss Dynamo bis zum Monatsende aufbringen, um die seit Januar ausstehenden Spielergehälter und Krankenkassengebühren zu zahlen.

"Wir dürfen die Augen nicht mehr verkleistern", sagt Seidel-Kalmutzki. Die Zeit drängt. Bis zum 30. Juni gelten die alten Regeln des Verbandes. Dynamo dürfte danach weiterhin in der Oberliga spielen. Einen Tag später jedoch, am 1. Juli, treten die neuen Bestimmungen in Kraft: Ein Verein, über dessen Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wird, gilt als Absteiger in die nächste Spielklasse. Das würde den Abstieg in die fünftklassige Verbandsliga bedeuten. Vor eineinhalb Wochen noch hatte der BFC Dynamo um den Regionalligaaufstieg gespielt. Vergebens. Zumal Dynamo die Lizenz nicht erhalten hätte. Es fehlte eine Bankbürgschaft über 4,5 Millionen Mark. Manager Hans Reker hatte vor dem Spiel noch von "einigen hunderttausend Mark" gesprochen. Nun verlassen die Leistungsträger den Klub: Cristescu geht zu Grasshoppers Zürich, Batrinu zum KV Mechelen. Der Torjäger Koslow steht vor dem Wechsel zu Dynamo Dresden.

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