Biathlon : Deutscher Biathlet verpasst knapp den Sieg

Mit starken Nerven erreicht Alexander Wolf das bisher beste Saisonergebnis der Biathlon-Männer. Nur ein Schießfehler trennte ihn vom Sieger.

Biathlon
Gewinner Emil Svendsen zwischen Alexander Wolf (l.) und dem Dritten Sergei Sedev (Ukraine) -Foto: AFP

Hamburg/PokljukaIm slowenischen Pokljuka war nur der Norweger Emil Svendsen schneller als Alevander Wolf. Svendson blieb als einer von drei Startern ohne Schießfehler. Er gewann sein erstes Weltcup-Rennen schneller als der 28 Jahre alte Polizeiobermeister. "Ich habe endlich einmal meine Trainingsleistung rübergebracht", sagte der dienstälteste deutsche Skijäger. Einmal nur schoss Wolf daneben und war lediglich 48,6 Sekunden langsamer als der Sieger Svendsen, der 51:58,1 Minuten lief. Ohne Fehlschuss hätte er das Rennen gewonnen.

Von den sieben gestarteten deutschen Biathleten beendeten noch Michael Rösch aus Altenberg als Sechster und Vize-Weltmeister Andreas Birnbacher aus Schleching als Neunter das zweite der drei 20-Kilometer-Rennen der Saison in den Top Ten. Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang) wurde nach fünf Schießfehlern 34. und war damit das "Schlusslicht" des deutschen Teams. Die Führung im Gesamtweltcup verteidigte Ole Einar Björndalen (Norwegen/205 Punkte) vor Dmitri Jaroschenko (Russland/191). Bester Deutscher ist Daniel Graf (98). Der Frankenhainer lief fünf Tage nach Rang drei über 12,5 Kilometer in Hochfilzen beim sechsten Weltcup als 31. nicht in die Punkte-Ränge.

Fehler beim letzten Schießen

Seinen vierten Weltcup-Sieg vor Augen, traf Wolf, der im Vorjahr in Pokljuka im Sprint und in der Verfolgung auf die Plätze eins und zwei gelaufen war, ausgerechnet beim letzten Schießen den ersten Schuss nicht. Er ließ sich aber nicht beirren, wurde jedoch mit der obligatorischen Zeitstrafe von einer Minute belegt. Der sechstplatzierte Rösch verfehlte den ersten und den letzten Schuss: "Ich dachte, das Rennen fängt ja wieder klasse an", sagte er. Am Ende lag er 2:32,8 Minuten zurück.

Drei Fehlschüsse leistete sich Birnbacher, der mit Beschwerden an der Achillessehne ins Rennen gegangen war. "Er wollte unbedingt laufen. Die medizinische Abteilung hat Grünes Licht gegeben", sagte Bundestrainer Frank Ullrich. Birnbacher biss auf die Zähne und zeigte trotz seiner drei Fehlschüsse ein starkes Rennen. (mpr/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben