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Biathlon : Miriam Gössner vor Comeback

Sieben Monate nach ihrem Fahrradunfall will sich die Biathletin Miriam Gössner beim Weltcup in Östersund fit für die Olympischen Spiele in Sotschi machen. Doch für das Auftaktrennen wird die 23-Jährige erst einmal noch geschont.

Präsentiert das Gewehr! Schon im August begann Miriam Gössner in Norwegen mit der Arbeit am Schützenstand.
Präsentiert das Gewehr! Schon im August begann Miriam Gössner in Norwegen mit der Arbeit am Schützenstand.Foto: picture alliance / dpa

Für ihren Olympia-Traum beißt Miriam Gössner auf die Zähne. „Die Schmerzen sind ja noch immer da. Eigentlich immer. Aber ich habe inzwischen gelernt, damit umzugehen“, sagt die Frau, die als eine der größten Medaillen-Hoffnungen der deutschen Biathleten bei den Winterspielen im Februar in Sotschi gilt. Gut sieben Monate nach ihrem Fahrradunfall mit dreifachem Wirbelbruch steht die 23-Jährige in diesen Tagen vor dem Comeback.

Vor den ersten Einzel-Rennen vom Mittwoch bis Sonntag beim Weltcup in Östersund weiß Gössner „aber auch, dass es nach wie vor ein langer Weg ist und es sicher in den kommenden Wochen nicht immer nur bergauf gehen wird“. Beim Klassiker über die 15 Kilometer am Mittwoch wird sie allerdings noch nicht den Start gehen, Gössner soll noch geschont werden. "Beim Sprint am Freitag und in der Verfolgung am Sonntag sollte sie aber mit dabei sein“, sagte Chefbundestrainer Uwe Müssiggang.

„Wunderdinge werden wir ganz sicher keine erwarten. Es ist eh schon ein kleines Wunder, wie sie sich seit ihrem schweren Unfall zurückgekämpft hat.“ Gössner will langsam wieder in den Wettkampfrhythmus kommen und den Körper an die harte Rennbelastung gewöhnen. „Klar wäre es schön, wenn es schon wieder für eine vernünftige Platzierung reichen würde“, sagt Miriam Gössner. „Mein Ziel ist aber, dass ich dann ab Januar wieder aus eigener Kraft in der Lage bin, vorne anzugreifen. Darauf habe ich seit dem Unfall den ganzen Sommer und Herbst über hintrainiert.“

Am Schießstand war sie erstmals wieder im August. Zweieinhalb Wochen hat sie bei Björndalens Coach Joar Himle trainiert. „Es ist ja wohl bekannt, dass ich nicht die beste und stabilste Schützin bin, das alleine ist schon Anlass genug, dass ich da hochgehe.“ In Norwegen, der Heimat ihrer Mutter, habe alles „wirklich super funktioniert“, erzählte sie. Das will sie nun im Weltcup beweisen.

Beim Doppel-Sieg ihrer Teamkollegin Andrea Henkel bei der Generalprobe vor eineinhalb Wochen im norwegischen Sjusjoen wurde Miriam Gössner mit der achtbesten Laufzeit und zwei Schießfehlern immerhin Neunte im Sprint. Von Woche zu Woche wird nun entschieden, bei welchen Rennen sie dabei sein wird. „Wir müssen sehen, wann es unter Umständen Sinn macht, dem Körper etwas Ruhe zu gönnen“, sagte Gössner. (dpa)

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