Biathlon : Svendsen siegt über 20 Kilometer

Wieder keine Medaille für die Biathlon-Männer. Beim Sieg des Norwegers Emil Hegle Svendsen Rennen über 20 Kilometer fuhren die deutschen Starter um den dreifachen Turin-Olympiasieger Michael Greis erneut hinterher.

Vancouver 2010 - Biathlon
Hoch soll er leben. Sieger Emil Hegle Svendsen, flankiert von den beiden Silbergewinnern Ole Einar Bjoerndalen (r.) und Sergej...Foto: dpa

Gut drei Stunden nach dem Erfolg von Tora Berger im Frauen-Rennen gewann ihr Landsmann Emil Hegle Svendsen das Olympia-Gold im Einzel vor seinem Teamkollegen Ole Einar Björndalen und Sergej Nowikow aus Weißrussland, die zeitgleich Silber holten. Für Norwegen war es die 101. Goldmedaille bei Winterspielen. Die vier deutschen Starter spielten im Kampf um die Podestplätze keine Rolle. "Wir hätten heute schon sehr gerne eine Medaille haben können. Jetzt müssen wir im Massenstart und dann in der Staffel angreifen“, sagte Bundestrainer Frank Ullrich. Das allerdings könnte ein Wunschtraum für die bei den letzten Winterspielen so vom Erfolg verwöhnten Skijäger bleiben. "Das war nicht das, was sich Athleten und Trainer erwartet haben“, kritisierte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Ski-Verbandes (DSV).

Im Einzel-Rennen über 20 Kilometer am Donnerstag gab es insgesamt neun Schießfehler für das DSV-Quartett. Weder der dreimalige Turin-Olympiasieger Michael Greis (Zehnter/2 Strafminuten), Andreas Birnbacher (Zwölfter/2) noch Alexander Wolf (24./2) oder Christoph Stephan (29./3) waren in der Lage, im Whistler Olympic Park mit der Spitze mitzuhalten. "Das war grundsätzlich kein schlechtes Rennen. Für Olympia aber zu wenig“, analysierte Greis. "Irgendwie war ich nicht ganz frisch, etwas träge“, sagte Greis. "Mit zwei Fehlern war es katastrophal, da war das Rennen schon gelaufen.“

Zunächst guter Start von Greis

Greis hatte in den Bergen über Whistler zunächst einen guten Start erwischt und traf beim ersten Schießen alle fünf Ziele. Doch stehend ließ der 33-Jährige gleich zwei Scheiben stehen, obwohl er sich ganz viel Zeit gelassen hatte. "Der Wind ist gekommen“, sagte Ullrich. Ohne die zwei Strafminuten wäre für Greis mehr möglich gewesen, denn der Star der Turin-Spiele blieb danach zweimal fehlerfrei. "Der Zweierklops beim zweiten Schießen hat ihm heute das Genick gebrochen. Schade, da wäre mehr möglich“, sagte Ullrich. Als der Allgäuer ins Ziel kam, war er Achter mit einem Rückstand von 2:15,1 Minuten auf den späteren Olympiasieger Svendsen.

Christoph Stephan leistete sich gleich im ersten Schießen einen Fehler, Ersatzmann Alexander Wolf, für Arnd Peiffer ins Team gerückt, startete ebenfalls mit einem Fehlschuss in seinen ersten Olympia-Wettbewerb. Gleich zwei Fahrkarten und damit zwei Strafminuten leistete sich Andreas Birnbacher. Schon früh war auch bei ihm der Medaillentraum geplatzt. Stephan vergab dann im letzten Schießen die kleine Chance auf Edelmetall, als er einmal daneben zielte. "Ich bin extra langsam angegangen, leider hat es nicht geklappt.“. (dpa)

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