Sport : Biathlon-WM: Wieder keine Medaille

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Novo Mesto - Miriam Gössner erlebte schon wieder ein Debakel am Schießstand, Andreas Birnbacher war einfach nur ratlos. „Es ist wie verhext. Wenn ich nur wüsste, woran es liegt“, sagte der Schlechinger kopfschüttelnd. Nach den Rücktritten von Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner und dem dreimaligen Olympiasieger Michael Greis blieb das deutsche Team bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Tschechien nach den ersten fünf von insgesamt elf Entscheidungen ohne Medaille. „Wenn man sich Medaillen vorgenommen hat und weit davon weg ist, kann das Fazit nicht gut ausfallen“, sagte Thomas Pfüller, der Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV) vielsagend.

In Nove Mesto war Miriam Gössner am Samstag beim überraschenden Sprint-Titelgewinn der Ukrainerin Olena Pidgruschna wenigstens Sechste geworden, doch mit sechs Strafrunden in der Verfolgung am Sonntag verspielte sie beim souveränen Sieg der Norwegerin Tora Berger ihrer gute Ausgangsposition wieder. Die 22-Jährige kam lediglich auf Platz 21. „Wir sind halt keine Maschinen“, sagte sie. „Es kann nicht immer alles klappen. Aber es gibt ja noch drei Rennen. Da greifen wir wieder an.“ Andrea Henkel verbesserte sich mit einem starken Rennen noch von Platz 33 auf Position sechs.

Bei den Männern holte Emil Hegle Svendsen nach einem packenden Foto-Finish gegen den Franzosen Martin Fourcade sein drittes Gold im dritten WM-Rennen. Als bester Deutscher wurde Erik Lesser 14. „Im Moment gibt es diese zwei Überfliege“, sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner und stellte fest: „Wir waren da nicht auf Augenhöhe.“ dpa

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