Sport : Bielefeld besiegt Bochum 2:0 und ist der Rettung nahe

Bielefeld - Es war wohl der Sieg zum rechten Zeitpunkt. Insofern konnte Bielefelds Trainer Michael Frontzeck nach dem gestrigen Nachmittag auch zufrieden sein. „Wir haben gewonnen, das war ein ganz wichtiger Schritt“, sagte er. „Doch der Weg ist noch nicht zu Ende.“ Der Weg zum Klassenerhalt ist für die Bielefelder nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den VfL Bochum aber ein gutes Stück kürzer geworden. Drei Spieltage vor Saisonende in der Fußball-Bundesliga haben die Bielefelder nun auf den Tabellensechzehnten, den 1. FC Nürnberg, vier Punkte Vorsprung.

Vor 23 800 Zuschauern kam Bielefeld bereits zum dritten Heimsieg hintereinander. Doch die Partie war in den ersten 45 Minuten niveauarm. Für Bielefeld hatte Daniel Halfar, der häufig über die Mittelstürmerposition kam, bei einem Schuss in der 16. Minute die beste Möglichkeit. Beim VfL, der mit kontrollierten Ballstafetten agierte, bot sich Joel Epallé bei einem Rechtsschuss eine halbwegs ansehnliche Chance. Auch nach dem Wechsel veränderte sich an der Szenerie auf dem Rasen nicht viel. Beide Teams waren in ihren Angriffsbemühungen zumeist völlig harmlos. Bei den Gastgebern war ein größeres Bemühen in der Offensive spürbar, doch ein Erfolg war den Ostwestfalen zunächst nicht beschert. Dann erlöste Andre Mijatovic mit seinem per Kopf erzielten dritten Saisontreffer seine Mannschaft und die Bielefelder Fans. In der Schlussminute gelang dem eingewechselten Jonas Kamper mit seinem dritten Treffer dieser Spielzeit die Entscheidung.

Bochums Trainer Marcel Koller war vom Auftreten seiner Mannschaft enttäuscht. „Wir haben uns heute selbst eingeschläfert“, sagte er. Sein Bielefelder Kollege Frontzeck sprach dagegen von einem „glücklichen Erfolg“ seiner Mannschaft. Glück werden die Bielefelder auch im restlichen Abstiegskampf brauchen. Denn ihr Restprogramm ist durchaus anspruchsvoll: Am Mittwoch gastiert die Elf bei Tabellenführer Bayern München, dann kommt Pokalfinalist Dortmund und zum Finale am 17. Mai muss die Arminia in Stuttgart antreten. dpa

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