Sport : Bielefeld hofft, die Pleite abzuwenden

Bielefeld - Die Anspannung der Arminia-Fans entlud sich kurz vor Mitternacht in tosendem Applaus. Mit unerwartet großer Mehrheit hatte die außerordentliche Mitgliederversammlung am Mittwochabend in der Bielefelder Stadthalle den umstrittenen Satzungsänderungen zugestimmt. Die Wirtschaft und der designierte Vereinspräsident Wolfgang Brinkmann hatten zuvor klargemacht: Ohne Satzungsänderung kein Geld.

Der Zweitligist kämpft gegen ein Finanzloch, dass sich rasant auf zuletzt 12 Millionen Euro vergrößert hat. Bis zum 2. Juni muss der Klub der Deutschen Fußball Liga ein tragfähiges Konzept vorlegen. Ein Scheitern wäre gleichbedeutend mit der Insolvenz. Drei Millionen Euro will der Verein aufbringen, etwa durch Einsparungen und Spielerverkäufe. Drei Millionen erhofft man sich von der Wirtschaft, sechs Millionen sollen von der Stadt kommen. Doch die ist selbst hoch verschuldet. Die Deckungslücke im Nothaushalt beträgt mindestens 150 Millionen Euro. Oberbürgermeister und Arminia-Mitglied Pit Clausen (SPD) sagt, die Stimmung in der Stadt für eine großzügige Unterstützung des Klubs sei gar nicht gut. Einer der Gründe der Misere sind die Kosten für den Stadionausbau, die von acht auf 19 Millionen Euro explodiert waren. dpa

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