Sport : Bielefeld ist fast am Ziel

Die Arminia gewinnt 2:1 bei Bayer Leverkusen

Jörg Strohschein

Leverkusen - Am Ende tanzten sie vor der Gästetribüne und feierten enthusiastisch ihren Erfolg. Der 2:1 (1:1)-Sieg bei Bayer Leverkusen dürfte sichergestellt haben, dass Arminia Bielefeld auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielt. Mit nun sechs Punkten Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz und einem deutlich besseren Torverhältnis als die Konkurrenten haben sich die Ostwestfalen zumindest eine hervorragende Ausgangsposition für die letzten beiden Spiele verschafft. Artur Wichniarek (19. Minute) und der eingewechselte Jonas Kamper mit einem Distanzschuss (83.) erzielten Arminias Tore. Leverkusen konnte durch Sergej Barbarez lediglich das zwischenzeitliche 1:1 erzielen (30.).

Selbst der oft mürrische Ernst Middendorp wirkte anschließend ungewohnt gelöst. „Ganz Bielefeld kann stolz sein auf diese Saison“, sagte der Bielefelder Trainer. Im März hatte er eine leblose Mannschaft übernommen, letztlich hat er sie souverän in der Bundesliga gehalten. Das löste selbst bei Middendorp Entspannung aus.

Und während die Gäste ihr Saisonziel vorzeitig erreicht haben, muss Leverkusen noch einige Punkte gewinnen, um den internationalen Wettbewerb zu erreichen. Das erscheint allerdings überaus fragwürdig, denn auch die gestrige Vorstellung war von derart vielen Fehlern und Unzulänglichkeiten geprägt, dass sie für eine Bewerbung für höhere Aufgaben nicht taugt. Mit nur einem Zähler Vorsprung rangiert Bayer derzeit auf Platz sechs vor Hannover 96. „Wir sind im Moment dabei, uns viel von dem zu verspielen, was wir uns in der Hinrunde aufgebaut haben“, sagte Bayers Trainer Michael Skibbe. Die vereinzelten „Skibbe raus!“-Rufe sind der Stimmung nicht eben förderlich. Sportdirektor Rudi Völler versuchte unmittelbar nach dem Spiel noch Ruhe auszustrahlen. „Das Gute ist, dass wir es noch in der eigenen Hand haben.“ Später aber schimpfte er wieder über die Einstellung seiner Spieler. Inzwischen ist das ein fast schon gewohnter Vorgang. Jörg Strohschein

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