• Bierhoff bleibt an Bord: Der 32-Jährige will bis WM 2002 im Nationalteam weitermachen

Sport : Bierhoff bleibt an Bord: Der 32-Jährige will bis WM 2002 im Nationalteam weitermachen

Oliver Bierhoff will die kriselnde deutsche Nationalmannschaft als Kapitän zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 führen. "Ja. Teamchef Rudi Völler hat mir am Telefon bestätigt, dass ich Kapitän bleibe", sagte der 32-jährige Stürmer des AC Mailand der "Bild"-Zeitung. Seine Karriere in der DFB-Auswahl wolle er noch zwei Jahre fortsetzen. Die WM-Endrunde 2002 in Japan und Südkorea soll der Abschluss seiner Laufbahn im Nationaltrikot sein.

Der Mannschaftsführer sieht es als Herausforderung an, nach der Schmach des Vorrunden-Ausscheidens bei der Europameisterschaft eine Nationalelf aus altbewährten Kräften, aber mit neuen Ambitionen aufzubauen. "Die Truppe, die diese EM verbockt hat, muss die Situation wieder umbiegen. Wo sind denn Alternativen? Welche Erfolge haben wir bei der U 21 oder U 18?", fragte er. "Wir brauchen eine neue Einstellung und drei, vier Führungsspieler", forderte der Italien-Legionär. Neben sich selbst sieht er Abwehrchef Jens Nowotny (Bayer 04 Leverkusen) und Stammtorhüter Oliver Kahn (FC Bayern München) als die künftigen Leitwölfe der Länderauswahl an.

Bierhoff beklagte, dass er sich bei der EM-Endrunde als Mannschaftsführer nicht so einbringen konnte, wie es nötig gewesen wäre, weil seine Position geschwächt gewesen sei. "Ich hatte nicht mehr den absoluten Rückhalt bei Erich Ribbeck", kritisierte der Stürmer rückblickend den inzwischen zurückgetretenen DFB-Teamchef. Grundsätzlich hält der Angreifer den deutschen Fußball für überwertet. "Das Abschneiden der Nationalelf spiegelt auch die Schwäche der Bundesliga wider. Die wird in Deutschland zwar schön dargestellt. Aber die Musik spielt längst in Italien, England und Spanien. Die Bundesliga hat mit Lizarazu, Djorkaeff und Elber nur noch drei Top-Stars. Das sagt alles", urteilte Bierhoff.





Fans haben Lust auf

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Düsseldorf . Das blamable Abschneiden der deutschen Nationalelf bei der Europameisterschaft hat den Fans die Lust am Bundesliga-Fußball nicht verdorben. Dreieinhalb Wochen vor Beginn der 38. Spielzeit steuern die 18 Klubs erneut auf Rekordkurs: Bereits 262 700 Dauerkarten sind verkauft worden, der Ansturm auf die Stadien ist ungebrochen. Sieben Vereine haben ihre bisherigen Vereinsrekorde schon eingestellt oder gar übertroffen. Die Vorjahres-Höchstmarke von insgesamt 286 670 Saisontickets dürfte noch vor dem ersten Spiel am 11. August fallen. "Dieses Ergebnis beweist, dass die Attraktivität der Bundesliga hoch wie eh und je ist", sagte Wolfgang Niersbach, der Mediendirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Branchenführer bleibt Borussia Dortmund mit 42 000 verkauften Tickets. Hertha BSC hingegen verzeichnet ein Minus von aktuell 10 000 Dauerkarten-Inhabern (Vorjahr: 24 833).

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