Sport : Birgit Prinz mit Comeback in Hoffenheim

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Berlin - Es war ein fast heimliches Comeback mit einer halben Überstunde, das die deutsche Fußball-Rekordnationalspielerin und dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz da in Hoffenheim feierte. Im DFB-Pokal absolvierte Prinz ihr Pflichtspieldebüt für den Zweitligisten TSG 1899 Hoffenheim – und das ohne großen Medienrummel und somit ziemlich unbemerkt von der Öffentlichkeit. Die 34-Jährige hospitiert seit Februar bei dem Verein im Bereich Sportpsychologie, trainiert regelmäßig mit und kam am Sonntag in der 2. Runde gegen den Bundesligaaufsteiger VfL Sindelfingen beim 6:4 (4:4, 2:0) nach Verlängerung gleich über die gesamte Spielzeit zum Einsatz.

„Das wird vorerst eine Ausnahme bleiben“, sagte Ralf Zwanziger, Abteilungsleiter Frauen- und Mädchenfußball in Hoffenheim. „Birgit trainiert bei uns dreimal pro Woche. Sie soll aushelfen, wenn es Verletzungsprobleme gibt.“ Mit dem Heimsieg vor 400 Zuschauern zog Hoffenheim ins Achtelfinale ein. Ein Tor gelang der 214-maligen Nationalspielerin zwar nicht, allerdings holte die Stürmerin in der 70. Minute einen Foulelfmeter heraus, der von Christine Schneider zum zwischenzeitlichen 4:2 verwandelt wurde. „Es war ein spannendes Spiel und Werbung für den Frauenfußball“, meinte Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann. In der Süd-Staffel, der zweithöchsten Spielklasse, rangiert sein Team mit drei Siegen und einem Unentschieden derzeit auf dem dritten Platz und gilt als Aufstiegskandidat.

Diplom-Psychologin Prinz hatte ihre Laufbahn nach der enttäuschenden Heim-WM im Sommer 2011 und der verfehlten Olympiaqualifikation beendet. Die zweimalige Weltmeisterin und fünfmalige Europameisterin spielte überwiegend für den 1. FFC Frankfurt und absolvierte insgesamt 228 Bundesliga-Partien. In ihrer Karriere holte sie neun Meistertitel und zehn Pokalsiege. dapd

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