Sport : Blatter rechnet mit seiner Wiederwahl

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Peking (dpa). Der unter Druck stehende Fifa-Chef Joseph Blatter hat sich in Peking optimistisch gezeigt, trotz der gegen ihn erhobenen Vorwürfe wiedergewählt zu werden. „Bis zur Wahl sind es noch mehr als drei Wochen. Ich bin jetzt sehr zuversichtlich“, zitierte ihn am Montag die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua nach seiner Ankunft zu einem eintägigen Besuch in Peking: „Die Wahl ist wie ein Fußballspiel. Ich habe das Zeug zu gewinnen.“ Zu den Vorwürfen über Korruption, Betrug, Misswirtschaft und Kumpanei durch Fifa-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen äußerte sich Blatter ausweichend: „Herr Zen-Ruffinen muss die Verantwortung dafür übernehmen, was er sagt. Er hat kein Recht, sich in das einzumischen, was der Fifa-Präsident tut. “

Der 66-jährige Schweizer fügte an: „Aber er kann mich nicht zerstören. Nur die Fifa hat das Recht zu sagen, dass sie einen nicht mehr braucht.“ Blatter erinnerte daran, dass Zen-Ruffinen sein Ziehsohn war: „Ich war sehr unglücklich und traurig, weil ich es war, der diesen jungen Mann entdeckt und ihn zur Fifa gebracht hat.“ Zen-Ruffinen hatte am Freitag vor dem Exekutivkomitee in einem 21 Seiten umfassenden Dossier schwere Vorwürfe gegen Blatter erhoben und ihm eine Woche Zeit gegeben, schriftlich auf die Anschuldigungen zu reagieren.

Zen-Ruffinen reagierte am Montagabend mit einer beschwichtigenden Erklärung. Von einem Konflikt zwischen ihm und Blatter will der Fifa-Generalsekretär nichts wissen. Die Medien hätten ihr Verhältnis fälschlicherweise als Konflikt dargestellt. Er habe in seinem Dossier lediglich Probleme „bezüglich der organisatorischen Abläufe“ und „festgestellte Unregelmäßigkeiten“ festgehalten, so Zen-Ruffinen in seinem sechs Punkte umfassenden Schreiben. Und es sei „ausschließlich dem Exekutivkomitee vorbehalten, den Inhalt der unterbreiteten Dokumente zu beurteilen und gegebenenfalls Maßnahmen zu treffen“.

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