Sport : Bleibt alles anders

Benedikt Voigt

begrüßt die jüngste Regeländerung in der Formel 1 Manch einer könnte es bereits vergessen haben: Es gab einmal eine Zeit, da dominierte der Rennfahrer Michael Schumacher die Formel 1. Er gewann Rennen für Rennen und holte Weltmeistertitel um Weltmeistertitel. Sieben, um genau zu sein. Dann aber haben sich die Mächtigen der Formel 1 etwas einfallen lassen. Sie änderten die Regeln, bestanden darauf, dass Motoren fortan zwei Rennen halten, Reifen Qualifikation und Rennen ohne Wechsel überstehen und die Qualifikation zweigeteilt an Samstag und Sonntag stattfindet. Und siehe da, fortan siegten Michael Schumacher und seine Freunde aus dem italienischen Motorsporthaus Ferrari nicht mehr. Aber, um ehrlich zu sein, die Mächtigen der Formel 1 fanden das gar nicht so schlecht. Genau darin nämlich lag der Sinn der neuen Regeln, sie sollten Michael Schumacher stoppen, die Sportart hatte sich mit dem Seriensieger als zu eintönig erwiesen.

Diese Zeit ist vorbei, nun haben sechs Fahrer mehr Punkte als Michael Schumacher gesammelt. Und so können es sich die Teamchefs der Formel 1 auch leisten, mitten in der Saison eine der neuen Regeln wieder abzuschaffen, die sich als blödsinnig erwiesen hat: die zweigeteilte Qualifikation. Dadurch sollte der Sonntagvormittag für Zuschauer aufgewertet werden, tatsächlich aber verstand niemand den Modus, und das Ergebnis vom Samstag interessierte nur wenige. Nun wird das bereits beim übernächsten Rennen am Nürburgring korrigiert, wie früher wird die Qualifikation allein am Samstag ausgefahren. Ansonsten, und das ist die Hauptsache, bleibt alles anders.

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