Sport : Bloß nicht mehr Vizemeister

Berliner Badmintonklub ETB ist dem Finale nahe

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Berlin – Ausverkauft! Wann hat man das schon mal bei einem Bundesliga-Spiel im Badminton? Beim Spitzenspiel zwischen dem Ersten SG Empor Brandenburger Tor (EBT) und dem punktgleichen Verfolger, 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am Samstag in der Sporthalle Samariterstraße war es der Fall. 500 Zuschauer wollten dabei sein – volle Halle, tolle Stimmung. Es ging um viel. Elf Spieltage der regulären Saison sind jetzt absolviert, nach deren Ende steht der Erste des Achterfeldes direkt im Finale und hat in diesem Heimrecht. Der Gegner wird in Play-offs mit Hin- und Rückspiel zwischen dem Zweiten und Dritten ermittelt.

Die drei Mannschaften, die das sein werden, stehen seit längerem fest – wer welchen Part übernehmen wird, ist offen. Das Szenario vor dem Wochenende: EBT und Bischmisheim hatten je 17:3 Zähler, die Berliner das bessere Spieleverhältnis. Dritter war der 1. BC Bonn-Beuel mit 16:4 Punkten. An der Konstellation hat sich nicht viel geändert, denn am Samstag trennten sich sowohl EBT und der Meister Saarbrücken als auch Beuel und Lüdinghausen remis. Der Berliner Abteilungsleiter Manfred Kehrberg war damit zufrieden. „Wir bleiben vorn in der Tabelle, haben in den drei ausstehenden Begegnungen relativ leichte Gegner. Gegen die werden wir, so weit wage ich mich vor, keine Punkte mehr lassen“, sagte er. Das Finale ist greifbar nahe, die Vizemeisterschaft ist dem Klub sicher. „Vizemeister aber waren wir in jüngerer Vergangenheit schon dreimal, wir wollen mehr“, sagt Kehrberg.

Am Samstag kamen die Gäste deutlich besser in die Partie, gewannen das Frauen- und Männer-Doppel. Der Däne Kenneth Jonassen und die Deutsche Meisterin Juliane Schenk egalisierten den 0:2-Rückstand dann aber. Im Mixed sicherte sich der EBT schließlich das Remis – und die glänzende Ausgangsposition. „Alle haben gekämpft ohne Ende, das war einfach schön zu sehen“, sagte Kehrberg. Klaus Weise

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