Sport : Blutbank-Affäre: Politik fordert Aufklärung, Verband will klagen

Wien/Hamburg - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben nach den Doping-Anschuldigungen im Zuge der Wiener Blutbankaffäre Aufklärung gefordert. „Diese Entwicklung ist für den Sport wahnsinnig problematisch“, sagte Schäuble, DOSB-Präsident Thomas Bach erklärte: „Man kann der Sache nur nachgehen, wenn man Fakten hat. Bisher gibt es keine Fakten.“

Der Deutsche Ski-Verband wies den Generalverdacht gegen seine Athleten zurück und will juristisch gegen Redakteure der ARD vorgehen. Die ARD hatte berichtet, dass sich unter den rund 30 Sportlern, die angeblich Kunden bei der Wiener Blutbank Humanplasma GmbH gewesen seien, 20 deutsche Wintersportler befänden, die zum Teil der Weltspitze angehörten. Zum Vorwurf, keine Namen zu nennen, sagte ARD -Dopingreporter Hans-Joachim Seppelt: „Die Russen- und die Ukrainer-Mafia ziehen im Hintergrund der Blutbank ihre Fäden. Deshalb müssen wir unsere Informanten schützen.“

Der österreichische Doping-Chefermittler Arnold Riebenbauer sagte: „Ich kann keine Namen herausgeben. Zu deutschen Wintersportlern kann ich keine Auskunft geben. Nach meinen Informationen sind neben Radsportlern auch Leichtathleten betroffen.“ dpa

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