Sport : Bluten in Burghausen

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Auf der Internetseite steht das Zwischenergebnis auf einer Anzeigetafel: „0,18 Millionen Euro : 1,46 Millionen Euro“. Die Fans des Berliner FußballZweitligisten 1. FC Union geben sich zwar große Mühe, das Geld für die Lizenzerteilung zusammenzubekommen, doch viel Zeit bleibt nicht mehr. Die Deutsche Fußball-Liga will die Liquiditätsreserve in Höhe von 1,46 Millionen Euro bis 9. Juni vorliegen haben – sonst darf der 1. FC Union nicht einmal in der Regionalliga antreten.

Der Blick bei den Köpenickern richtet sich demnach mehr auf die Uhr als nach Burghausen. Dort treten die Fußballer des Klubs heute um 15 Uhr noch ein letztes Mal an, um sich sportlich aus der Zweiten Liga zu verabschieden. In den Stunden des Abstiegs machen jetzt auch ehemalige Union-Spieler Mut. So haben Martin Pieckenhagen und Sergej Barbarez, die jetzt beim Hamburger SV unter Vertrag stehen, für zehn Euro die T-Shirts mit dem Spruch „Bluten für Union“ gekauft. So lautet das Motto der Rettungsaktion des 1. FC Union. Die Fans sollen Blut spenden und das Geld dem Verein überweisen. Vielleicht stecken heute sogar die Fans von Wacker Burghausen ein paar Euro in die Sammelbüchse. Sie sehen die Berliner in dieser Saison zum letzten Mal – vielleicht sogar für immer. AG

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