Bob : Acht Stürze im Eiskanal

Eine Woche nach dem Tod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili bleibt der schnelle Eiskanal im Whistler Sliding Centre weiterhin gefährlich. Gleich acht Stürze haben das Auftakttraining für die Zweierbob-Rennen getrübt.

Vancouver 2010 - Bob
Bob außer Kontrolle. Der Eiskanal in Whistler bereitet nicht nur Rodlern Probleme. -Foto: dpa

Der deutsche Bobpilot Karl Angerer aus Königssee erreichte am späten Mittwochabend (Ortszeit) im ersten Durchgang in seinem Bob nur auf der Seite liegend das Ziel. Der 30-jährige überstand den Sturz jedoch ohne Verletzungen.

Angerer sollte nicht der Einzige bleiben, der mit der Eisrinne seine Schwierigkeiten hatte. Der Schweizer Mitfavorit Beat Hefti stürzte ebenso wie sein Landsmann Daniel Schmid. Große Probleme in dem mit 16 Kurven ausgestatteten Eiskanal hatte auch der Niederländer Edwin van Calker. Im zweiten Durchgang erwischte es den Australier Christopher Spring. Sein Anschieber Duncan Harvey musste nach dem Sturz sogar mit einem Krankenwagen ins Hospital gebracht werden. Nähere Angaben zu seinem Gesundheitszustand gab es zunächst nicht. Zudem kippten die Bobs des Italieners Fabrizio Tossini, des Japaners Hiroshi Suzuki und des Rumänen Nicolae Istrate in der schwer zu beherrschenden Bahn um. Der an der Bahn weilende zweimalige Olympiasieger Christoph Langen stufte die Stürze alle als „normale Fahrfehler“ ein.

Topfavorit André Lange aus Oberhof hatte dagegen keine Probleme. Mit 52,01 Sekunden fuhr der Olympiasieger von Salt Lake City und Turin zusammen mit Anschieber Kevin Kuske im zweiten Lauf die Trainingsbestzeit. Das Duo kämpft in der Nacht zum Sonntag (2 Uhr MEZ) um die olympische Goldmedaille. (dpa)

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