BOBADILLA : Flucht nach Augsburg

Der FC Augsburg ist nicht gerade der Verein mit dem höchsten Glamourfaktor in der Bundesliga. Insofern ist es schon eine bemerkenswerte Nachricht, dass der Klub einen Spieler verpflichtet hat, der bisher trotz offenkundiger Begabung weniger durch Heldentaten auf dem Fußballplatz als durch seine Eskapaden aufgefallen ist. Der FCA hat den Argentinier Raul Bobadilla für drei Jahre unter Vertrag genommen. Der Stürmer, der schon für Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga gespielt hat, kommt vom Schweizer Meister FC Basel.

Der Wechsel ist wohl weniger trotz Bobadillas Eskapaden zustande gekommen als gerade deswegen. Ende Juni war der 26-Jährige in seinem Schweizer Wohnort mit 111 Stundenkilometern in einer 50er-Zone geblitzt worden. Von seinem Klub wurde er anschließend für ein Spiel suspendiert. Doch das ist sein geringstes Problem. Bobadillas Sportwagen wurde konfisziert – vor allem aber droht ihm eine einjährige Haftstrafe, da er schon in seiner Gladbacher Zeit als Verkehrssünder aufgefallen ist. Die Initiative, den FC Basel und die Schweiz zu verlassen, soll daher von Bobadilla ausgegangen sein. „Ich bin dem FC Augsburg dankbar, dass er mir die Chance gibt, wieder in der Bundesliga zu spielen“, sagte er. Aber nicht nur deswegen. sth

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