Sport : Bobpilot liegt nach Unglück im Koma

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Altenberg - Bobpilot David Friedrich bleibt nach einem schweren Sturz mit seinem Viererbob bis Dienstag im künstlichen Koma. Das haben die behandelnden Ärzte des Krankenhauses Görlitz mit den Eltern des 19-jährigen Nachwuchsathleten abgestimmt. Bereits am Sonntag versuchten die Ärzte, den aus Pirna stammenden Sportler in den Normalzustand zurückzuholen. Doch die Aufwachphase verlief nicht komplikationslos, so dass Friedrich wieder ins Koma zurückversetzt wurde. „Die Schwellung am Kopf war einfach noch zu groß. Die Ärzte warten deshalb, bis sie abgeklungen ist“, berichtete Friedrichs Trainer Roland Stephan am Montag.

Der Bobfahrer des SC Oberbärenburg war am Samstag bei einer Trainingsfahrt während des Landesverbands-Lehrgangs auf der Kunsteisbahn im erzgebirgischen Altenberg mit seinem Viererbob schwer gestürzt. Am Ausgang der gefährlichen Kurve neun verpasste es der Pilot, den Schlitten wieder gerade zu stellen. Das Heck brach aus und der Bob kippte um. Im folgenden Kreisel verlor Friedrich die Kontrolle über den Bob. „Dann ist David mit dem Kopf gegen die Bande geflogen. Es sah schlimm aus“, erklärte Stephan, der den Unfall gesehen hatte.

David Friedrich wurde mit einer schweren Schädelverletzung in einem Rettungshubschrauber ins Görlitzer Krankenhaus geflogen. „Wir können nur hoffen, dass er keine weiteren Schäden davonträgt“, sagte Stephan am Montag. Die drei Anschieber hatten mehr Glück: Sie stiegen mit leichten Prellungen aus dem Unfallschlitten aus und kamen mit dem Schrecken davon. dpa

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