Sport : Bochum deprimiert sich

Der VfL verliert gegen den 1. FC Köln 1:2 und überwintert in akuter Abstiegsnot

Richard Leipold

Bochum - Der VfL Bochum nimmt seine seit langem anhaltende sportliche Depression mit in die Winterpause. Nach dem 1:2 gegen den 1. FC Köln bleibt er Vorletzter der Bundesligatabelle. In der gesamten Vorrunde ist dem VfL nur ein einziger Sieg gelungen. Nach Gelb-Roten Karten gegen Geromel und Novakovic mussten die Kölner die Nachspielzeit von drei Minuten zwar mit neun Spielern überstehen. Doch dank der Treffer von McKenna und Ishiaku drei Minuten vor dem Ende bei einem Gegentor von Dabrowski beendete der FC, der zuvor viermal hintereinander verloren hatte, seine Ergebniskrise.

Während Aufsteiger Köln die Gefahrenzone der Liga aus sicherer Entfernung beobachtet, ist der VfL mittendrin. Nach dem Schlusspfiff und abermals wütenden Koller-raus-Rufen bekam der Trainer des Reviervereins zum ersten Mal nur eingeschränkte Rückendeckung von seinen Vorgesetzten. Manager Thomas Ernst ist „weiterhin von Kollers Qualität überzeugt. Das Einzige was man ihm vorwerfen kann, ist die Tatsache, dass wir zu wenig Punkte haben. Da wird auch der Trainer hinterfragt.“

Lange hatten sich beide Parteien über den Platz geschleppt, ohne irgendetwas Produktives zustande zu bringen. Nach einer halben Stunde bewahrte Joel Epalle, der Bochumer Mittelfeldstratege, das Publikum mit einem Pfostenschuss zwar vor dem Einschlafen. Warm ums Herz wurde den Anhängern des VfL davon aber nicht. Im Gegenteil: Kurz vor der Pause wurde ihnen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch kälter. McKenna nutze eine Freistoßflanke von Brecko zum Kölner Führungstreffer.

Die Bochumer spielten, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, wie Teilzeitkräfte. Erst nach der Pause gingen sie energischer zu Werke – und kamen zum Ausgleich. Dabrowski verwertete einen Eckstoß von Epalle. Die Kölner beschränkten sich fast nur noch darauf, den einen Punkt zu sichern. Dennoch gelang dem eingewechselten Ishiaku kurz vor Schluss bei einem der wenigen Gegenstöße der Siegtreffer. Richard Leipold

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