Sport : Bora für Deutschland

-

Stefan Hermanns über mögliche Nachfolger von Rudi Völler

Die Lage – so viel lässt sich wohl sagen – ist ernst für Ottmar Hitzfeld. Sehr ernst. Man merkt das am ehesten, wenn man in diesen Tagen die „Bild“Zeitung aufschlägt. Offensichtlich geht es gar nicht mehr darum, ob Hitzfeld als Trainer des FC Bayern München entlassen wird, sondern nur noch darum, wer sein Nachfolger wird. Die Wettbüros haben ihren Favoriten längst gekürt: Guus Hiddink gilt als aussichtsreichster Kandidat. Die „Bild“-Zeitung hat auch noch das Gespann Andreas Brehme/Lothar Matthäus ins Gespräch gebracht – als wenn die Bayern zurzeit nicht schon genug gebeutelt wären.

Aber was wird aus dem armen Hitzfeld? Vier Jahre hat er mit den Münchnern alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, jetzt – so scheint es – wird er schnöde abserviert wie ein x-beliebiger Leiharbeiter. Eine Entlassung käme für ihn in vielerlei Hinsicht zur Unzeit, auch deshalb, weil Hitzfelds Traumposten im Moment anderweitig vergeben ist. Bundestrainer wäre er gerne noch geworden, aber diesen Job gibt Rudi Völler erst einmal nicht mehr her.

Dieses Problem hat auch Bora Milutinovic erkannt, der gerade sein Interesse am Posten des Bundestrainers geäußert hat. „Mein letztes großes Ziel ist es, die DFB-Auswahl zu trainieren“, hat der Jugoslawe gesagt, der seit 1986 mit fünf verschiedenen Ländern an allen WM-Turnieren teilgenommen hat. Bis 2006 wird das mit seinem großen Ziel wohl nichts. Aber wenn Rudi Völler dann als Weltmeister abtritt, könnte Milutinovic dessen Job übernehmen. Die Qualifikation für die WM 2010 wäre damit jedenfalls gesichert.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben