Borrussia Dortmund : Doll verlängert beim BVB

Nach wochenlangem Zögern ist es nun amtlich: Thomas Doll bleibt bis Juni 2010 Trainer des Revierklubs. Einen Abstrich musste der Coach bei den Verhandlungen dennoch machen.

Thomas Doll
Daumen hoch: Doll bleibt noch zwei Jahre in Dortmund. -Foto: ddp

DortmundDer 41-Jährige und der westfälische Traditionsklub einigten sich nach langen Gesprächen auf die Verlängerung der Zusammenarbeit um weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2010. "Ich bin glücklich über die Vertragsverlängerung, denn ich arbeite mit Begeisterung und großem Engagement für den BVB. Wir wollen gemeinsam hier noch einiges bewegen", sagte Doll, der den sechsmaligen Meister am 13. März vergangenen Jahres in Abstiegsnot übernommen hatte.

Vier Tage vor dem Schlagerspiel im Achtelfinale des DFB-Pokals am kommenden Dienstag gegen Werder Bremen hat die Borussia damit die drängendste Personalie geklärt. "Wir haben in intensiven Gesprächen gemeinsam mit Cheftrainer Thomas Doll und Sportdirektor Michael Zorc ein tragfähiges sportliches Zukunftskonzept entwickelt", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Doll muss auf Mentaltrainer verzichten

Bei den Verhandlungen mussten der BVB und auch Doll jedoch Abstriche machen. Dortmund schluckte die Pille des Zweijahresvertrages, Doll das Ende der Festanstellung von Mentaltrainer Jürgen Lohr zum Saisonende. Dieser wird für die BVB-Profis angeblich auch weiterhin, aber nur noch sporadisch und auf Honorarbasis zur Verfügung stehen.

Bereits in der Winterpause hatte Doll zusammen mit Zorc und Watzke die Weichen für eine erfolgreichere Zukunft des derzeitigen Tabellenzehnten gestellt. Von Partizan Belgrad kam der serbische Nationalspieler Antonio Rukavina (3 Millionen Euro Ablösesumme), der in den bisherigen Testspielen überzeugen konnte, für die rechte Abwehrseite. Zudem wurde das Münchner Abwehrtalent Mats Hummel von den Bayern ausgeliehen.

Im Sommer wird der Karlsruher Spielmacher Tomas Hajnal (1,3 Mio.) folgen. Auf der Wunschliste steht darüber hinaus KSC-Abwehrspieler Mario Eggimann, auch dessen Teamkollege Maik Franz wird genannt. Denn die Borussen-Defensive entpuppte sich mit 30 Gegentreffern in der enttäuschenden Hinrunde als Achillesferse. (hu/sid)

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