Borussia Dortmund : BVB löst Profivertrag mit Ricken auf

Lars Ricken wird nicht mehr für Borussia Dortmund in der Bundesliga auflaufen. Der vereinstreue Spieler, der nie den Ruf des ewigen Talentes los wurde, wird nun an anderer Stelle im Verein eingebunden.

Ricken
Profi-Vertrag beim BVB aufgelöst: Lars Ricken -Foto: ddp

DortmundBorussia Dortmund und Lars Ricken haben sich auf ein nahes Ende des bestehenden Lizenzvertrages geeinigt, gehen aber weiter gemeinsame Wege. Der Profi des Fußball-Bundesligisten wird vom 1. Januar 2008 an Mitarbeiter der BVB-Geschäftsstelle. In der Verwaltung wird der 31-Jährige ein 18-monatiges Trainee-Programm in allen Bereichen durchlaufen. Danach soll er eine feste Aufgabe voraussichtlich im Bereich Marketing übernehmen.

In diesem Zusammenhang wird der bestehende Profivertrag mit Ricken zum 31. Dezember 2007 aufgelöst. Er verstärkt bis zum 30. Juni 2009 die Regionalliga-Mannschaft der Borussia, für die er bereits seit Beginn der laufenden Saison regelmäßig im Einsatz ist. "Ich freue mich, dass ich meine berufliche Zukunft auch nach dem Karriere-Ende bei meinem Klub fortsetzen werde", wird Ricken in einer Mitteilung des BVB zitiert.

Ricken hält sich Option offen

Allerdings sieht die Vereinbarung vor, dass Ricken bei einem interessanten Angebot aus dem Profibereich vom BVB beurlaubt wird. Der gebürtige Dortmunder, der 1990 zur Borussia kam und insgesamt 16 Mal für die Nationalmannschaft spielte, würde seine Tätigkeit als BVB-Angestellter dann nach dem Ende eines solchen Engagements wieder aufnehmen. "Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich sehr gerne noch einmal eine neue sportliche Herausforderung im Profibereich annehmen würde", sagte Ricken.

Der Mittelfeldspieler genießt nicht nur bei den Dortmunder Fans einen guten Ruf. Mit wichtigen Toren trug er zum Höhenflug des Vereins in den späten 90er Jahren bei. So erzielte er im Mai 1997 im Champions-League-Finale gegen Juventus Turin das alles entscheidende 3:1. Unter der Regie von Thomas Doll konnte sich Ricken aber nicht mehr durchsetzen: Der BVB-Trainer strich ihn zu Saisonbeginn aus dem Kader. (mit dpa)

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