Borussia Dortmund : Castro kommt aus Leverkusen

Der neue BVB-Trainer Tuchel darf sich über die Verpflichtung seines Wunschspielers freuen. Der Revierclub einigte sich wie erwartet mit dem Leverkusener Allrounder Castro auf einen Wechsel.

Bei Borussia Dortmund haben die Umbauarbeiten für die Zeit nach Jürgen Klopp begonnen. Nur einen Tag nach dem Saisonfinale verkündete der Fußball-Bundesligist in Gonzalo Castro seinen ersten Neuzugang. Der 27 Jahre alte Leverkusener nutzte eine Vertrags-Ausstiegsklausel, die ihm einen vorzeitigen Wechsel ermöglichte, und einigte sich mit dem BVB auf eine Zusammenarbeit bis 2019. „Wir freuen uns, in Gonzalo Castro einen erfahrenen, technisch versierten Mittelfeldspieler für uns gewonnen zu haben, der auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist“, kommentierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc die Verpflichtung.

„Ich will noch mal einen neuen Reizpunkt in meiner Karriere setzen“, sagte Castro, „die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Ich hatte all' die Jahre hier bei Bayer 04 eine fantastische Zeit, der Verein wird immer in meinem Herzen sein.“ Der in Wuppertal geborene Sohn spanischer Eltern spielt seit 1999 in Leverkusen und debütierte bereits mit 17 Jahren in der Bundesliga. 2009 gewann er mit dem DFB-Team die U21-Europameisterschaft.
Castro, der in 286 Bundesliga-Partien 25 Tore erzielte und 57 Treffer vorbereitete, gilt als Wunschspieler von Thomas Tuchel. Der Klopp-Nachfolger schätzt vor allem die Vielseitigkeit des fünfmaligen deutschen Nationalspielers. Dem Vernehmen nach ließ sich der Bundesliga-Siebte die Verpflichtung von Castro knapp zwölf Millionen Euro kosten. Die Qualifikation für die Europa League, die der Revierclub am Tag zuvor mit dem 3:2 über Werder Bremen perfekt gemacht hatte, erleichterte den Transfer. Schließlich kann der BVB mit Zusatzeinnahmen aus dem internationalen Geschäft planen.

Castro soll die Lücke schließen, die beim BVB durch das Karriereende von Sebastian Kehl und den voraussichtlichen Abgang von Ilkay Gündogan schon am Ende dieser Saison entstanden ist. Als weitere Verstärkung ist Johannes Geis im Gespräch, den Tuchel aus gemeinsamen Tagen beim FSV Mainz kennt. Doch der 21 Jahre alte Junioren-Nationalspieler wollte sich nach dem 0:2 seiner Mannschaft am Samstag in München noch nicht festlegen: „Es ist noch nichts entschieden.“ Neben Kehl und Gündogan werden weitere Profis den BVB-Kader verlassen. Als Kandidat gilt Angreifer Ciro Immobile, den es zurück nach Italien ziehen soll. Einen radikalen personellen Schnitt hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke jedoch ausgeschlossen. (dpa)

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