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Borussia Dortmund - FSV Mainz 05 4:2 : Sieg über die Vergangenheit

Der BVB siegt verdient gegen kampfstarke Mainzer und steht sicher auch im nächsten Jahr in der Königsklasse. Mainz kam nach Rückstand gleich zwei Mal zurück und musste sich doch geschlagen geben.

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Traf zum Dortmunder 1:0: Oliver Kirch (m.).
Traf zum Dortmunder 1:0: Oliver Kirch (m.).Foto: dpa

Kurz vor Spielbeginn baute sich Jürgen Klopp am Mittelkreis auf und beobachtete mit den Händen in den Hosentaschen das Aufwärmprogramm des Gegners. Spiele gegen Mainz 05 sind für den BVB-Trainer nicht nur deshalb etwas Besonderes, weil er eine langjährige Mainzer Geschichte hat, sondern auch, weil die Ergebnisse so positiv sind. Klopp gewann gegen seinen ehemaligen Klub zum sechsten Mal in Folge. Durch das 4:2 (2:1) brachte die Borussia vorzeitig die erneute Teilnahme an der Champions League unter Dach und Fach.

BVB-Trainer Klopp zufrieden

Der BVB sicherte sich die Punkte vor 80 500 Besuchern im ausverkauften Dortmunder Stadion hochverdient, nach der Niederlage wirkte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel alles andere als geknickt. "Wir müssen uns mit dieser Niederlage nicht allzu lange aufhalten, sondern einfach mal anerkennen, dass der Gegner besser war." Klopp stufte das, was seine Mannschaft in den 90 Minuten auf den Rasen gezaubert hatte, als "herausragend gut" ein. Er lobte "Aggressivität, Tempo, dazu noch Finesse", und das am Ende von vielen kraftzehrenden englischen Wochen.

Die Dortmunder drückten von der ersten Minute an mächtig aufs Tempo, bereits in der Anfangsphase hätte Marco Reus die Führung erzielen können, doch sein Freistoß klatschte an den Pfosten. Für Klopp war es die Schlüsselszene, sein Team habe "in dieser dritten Minute den inneren Schweinehund endgültig beerdigt und ist danach einfach nur gelaufen." Beim Führungstreffer reklamierten die Mainzer jedoch heftig, sie monierten, Oliver Kirch habe den Schuss von Milos Jojic mit der Hand ins Tor abgelenkt.

Sahins Patzer sorgt für Spannung

Der BVB agierte weiterhin wesentlich griffiger. Umso erstaunlicher, dass es plötzlich 1:1 stand, Hummels hatte den Schuss von Choupo-Moting unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht. Die Dortmunder schlugen postwendend zurück: Die Kombination von Sahin über Mchitarjan und Lewandowski war eine Augenweide, der polnische Torjäger brauchte den Ball nur noch über die Linie zu schieben.

Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild: Reus war allein durch, scheiterte jedoch an Karius, auch sein Freistoß war gefährlich. Wieder fiel der Ausgleich aus heiterem Himmel, der Japaner Shinji Okazaki profitierte von einem schlimmen Fehlpass von Sahin. Wieder reagierte der BVB unmittelbar, Piszczek erzielte mit dem Kopf das 3:2. Doch es kam noch ärger für die Mainzer. Niko Bungert klärte mit der Hand auf der Linie und sah dafür die rote Karte. Den fälligen Elfmeter drosch Reus in die linke Ecke, die über weite Strecken einseitige Partie war entschieden. "Um gegen einen Gegner in dieser Form eine Chance zu haben, hätten wir an unsere Bestleistung herangemusst", sagte Tuchel: "Da wir das in vielen Bereichen nicht geschafft haben, geht der Dortmunder Sieg vollkommen in Ordnung."

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