Borussia Dortmund - Hamburger SV 6:2 : BVB stürmt zurück an die Spitze

Borussia Dortmund nimmt sich gegen den Hamburger SV nach einer 2:0-Führung eine Verschnaufpause und wird mit dem 2:2 bestraft. Doch als der BVB das Tempo wieder anzieht, fällt der HSV auseinander und unterliegt mit 2:6.

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Neuzugang Pierre-Emerick Aubamayang bewies vor dem Champions-League-Auftakt in Neapel seine Treffsicherheit und erzielte beim 6:2-Erfolg über den Hamburger SV zwei Tore.
Neuzugang Pierre-Emerick Aubamayang bewies vor dem Champions-League-Auftakt in Neapel seine Treffsicherheit und erzielte beim...Foto: rtr

Kurz vor Spielschluss hätte beinahe noch Mats Hummels getroffen. Seit der Manndecker bei „Jogi“ Löw seinen Stammplatz verloren hat, steht er unter besonderer Beobachtung, nun dribbelte er sich durch, sein künstlerisch wertvoller Schlenzer flog ganz knapp am Winkel vorbei. Spielentscheidend war das nicht, Borussia Dortmund hatte die einseitige Begegnung vor 80.645 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion längst entschieden.

Der BVB spielte den Hamburger SV an die Wand, verteidigte mit dem überaus deutlichen 6:2 (2:1) gegen einen bemitleidenswert überforderten Gegner seine Tabellenführung und veredelte seinen Traumstart mit der Maximalausbeute von 15 Punkten aus fünf Partien. Nach dem Abpfiff war Jürgen Klopp hin und weg vom Erlebnisfußball seiner Mannschaft: „Das ist der Wahnsinn“, sagte Dortmunds Trainer mit breitem Grinsen, „bei dem Umschaltspiel wird dir Angst und Bange.“ Dagegen ging Hamburgs Trainer Thorsten Fink mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Zu zweikampfschwach, zu weit weg vom Gegner, nicht mutig genug – der Dortmunder Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung.“

Dortmund wollte gegen den HSV eine Wiedergutmachung für zwei Niederlagen

Nach zwei schmerzhaften Niederlagen gegen den HSV in der letzten Saison hatte Klopp Wiedergutmachung angekündigt, „das Gefühl, dass wir uns da etwas zurückholen wollen, ist sehr groß“. Entsprechend legten die Gastgeber los: Mit Vollgas von der ersten Minute an. Mkhitaryan, Sahin und Lewandowski hätten den BVB schon früh in Führung schießen können, in der 13. Minute klatschte ein Kopfball von Mats Hummels an die Latte. Es spielte nur Dortmund, und als Schmelzer Pierre-Emerik Aubameyang auf die Reise schickte, war es geschehen. Das Laufduell des Mannes aus Gabun gegen den bemitleidenswerten Heiko Westermann mutete an, als treffe ein Porsche 911 auf der Autobahn auf einen VW Käfer. Zudem patzte auch noch Hamburgs Keeper René Adler, der den Ball aus spitzem Winkel unter dem Körper durchrutschen ließ.

Euro-Starter: Fünf Erfolge und eine Niederlage
Neuzugang Pierre-Emerick Aubamayang bewies vor dem Champions-League-Auftakt in Neapel seine Treffsicherheit und erzielte beim 6:2-Erfolg über den Hamburger SV zwei Tore.Weitere Bilder anzeigen
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14.09.2013 17:37Neuzugang Pierre-Emerick Aubamayang bewies vor dem Champions-League-Auftakt in Neapel seine Treffsicherheit und erzielte beim...

Und weiter ging die wilde Fahrt: Lewandowski legte mit der Hacke auf Mkhitaryan ab, der auf 2:0 erhöhte. Auch auf der Gegenseite klingelte es, als Zhi-Giu Lam aus über 20 Metern abzog und sein Schuss ins lange Eck zischte. Plötzlich stand es nur noch 1:2, es blieb bis zur Halbzeit der einzige Hamburger Schuss aufs Tor. Wenigstens im Fach Effektivität war der HSV seinem Gegner überlegen, in allen anderen Bereichen dominierten die Gastgeber nach Belieben. Allerdings war der Vorsprung viel zu knapp, wenige Minute vor der Pause traf Marco Reus erneut die Latte. 14:1 Torschüsse vor der Pause waren ein deutlicher Nachweis der Dortmunder Dominanz.

Der BVB nahm sich nach der Pause gegen den HSV eine Verschnaufpause

Das Resultat fiel also gnädig für die überforderten Gäste aus der Hansestadt aus, sie durften darauf hoffen, die Geschicke nach dem Seitenwechsel mit einer Leistungssteigerung zu ihren Gunsten zu wenden. Und so kam es dann auch: Kapitän Rafael van der Vaart schlug zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Freistoß scharf vor das Tor, Subotic verlor Hamburgs Manndecker Heiko Westermann aus den Augen, der zum Ausgleich einköpfte. Unglaublich aber wahr, es war der zweite Torschuss des HSV und somit eine hundertprozentige Ausbeute. Davon waren die Dortmunder meilenweit entfernt, der Schuss von Reus traf nicht ins Tor, sondern erneut die Latte. Wenig später tauchten Lewandowski, Aubamayang und Reus frei vor Adler auf und vergaben erneut.

Kurz bevor die Dortmunder verzweifelten, schlug erneut Aubamayang zu, es war bereits das fünfte Saisontor des raketenschnellen Stürmers, die 14 Millionen Euro Ablöse, die der BVB an den AS St. Etienne überwiesen hat, scheinen eine lohnende Investition zu sein. Würde sich der HSV ein weiteres Mal berappeln? Nein, in der 73. Minute ließ Reus den Ball für Lewandowski durch, der auf 4:2 erhöhte, beim nächsten Angriff durfte Reus dann selbst abschließen, Lewandowski beendete das Schaulaufen mit seinem zweiten Treffer in der 81. Minute. Dortmund hatte zwar mehr als eine Stunde Anlaufzeit benötigt, doch dann wurde es doch noch ein Schützenfest. Es war ein echtes Ausrufezeichen zum Beginn des heißen Herbstes, der sieben Spiele in drei Wochen bringt. Nach der Gala gegen Hamburg freut sich Marco Reus auf die kommenden Herausforderungen in drei Wettbewerben: „Wenn wir so spielen, wird es schwer, uns zu schlagen.“

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