Borussia Dortmund : Heiß im Herbst

Fünf Spiele, fünf Siege: Die Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Henrich Mchitarjan verhelfen Borussia Dortmund zu einem perfekten Start in der Fußball-Bundesliga.

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Alles passt. Dortmunds Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang und Angreifer Robert Lewandowski.
Alles passt. Dortmunds Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang und Angreifer Robert Lewandowski.Foto: dpa

Nach dem Abpfiff kommt es in Dortmund zurzeit stets zur Pärchenbildung. Zwei Spieler erscheinen immer in Begleitung zum Interview, weil ihre Aussagen von einem Dolmetscher übersetzt werden müssen. Pierre-Emerick Aubameyang und Henrich Mchitarjan liefern ihre Statements auf Französisch oder wahlweise Italienisch ab, am liebsten aber sprechen beide mit den Füßen.

Mehr als 40 Millionen Euro hat Borussia Dortmund für diese beiden Profis ausgegeben, und es scheint, als sei das Geld gut angelegt. Zumindest sind die Zahlen, die das Offensivduo aus Gabun und Armenien bisher abgeliefert hat, ein deutlicher Hinweis. Mit acht von 15 Toren haben Aubameyang und Mchitarjan mehr als die Hälfte der Treffer in dieser Spielzeit geschossen und damit großen Anteil am besten Saisonstart der Dortmunder Geschichte. Der BVB steht mit fünf Siegen aus fünf Spielen auf Platz eins.

Der schnelle Aubameyang sprach nach dem 6:2-Erfolg gegen den überforderten Hamburger SV lächelnd von einem „großen Fest“. Die ungebremste Spielfreude war dem 24-Jährigen in jeder Faser seines Körpers anzusehen: „Wir haben toll gespielt“, sagte Aubameyang, „aber es ist noch nicht perfekt. Wir müssen noch besser werden.“

Euro-Starter: Fünf Erfolge und eine Niederlage
Neuzugang Pierre-Emerick Aubamayang bewies vor dem Champions-League-Auftakt in Neapel seine Treffsicherheit und erzielte beim 6:2-Erfolg über den Hamburger SV zwei Tore.Weitere Bilder anzeigen
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14.09.2013 17:37Neuzugang Pierre-Emerick Aubamayang bewies vor dem Champions-League-Auftakt in Neapel seine Treffsicherheit und erzielte beim...

Für die Konkurrenz klingen solche Worte wie eine Drohung. Hamburgs Trainer Thorsten Fink empfand schon den Ist-Zustand des BVB als reichlich furchterregend: „Tempo, Technik, Spielwitz – diese Mannschaft ist sehr, sehr gefährlich“, sagte Fink, nachdem sein Team im Dortmunder Angriffswirbel untergegangen war. Ein besonders schönes Beispiel war jene Szene in der Schlussphase, als Marco Reus im Strafraum über den Ball stieg und damit Robert Lewandowski freispielte. „Jeder Mensch, den ich kenne, hätte versucht, den Ball durch drei Gegner hindurchzuschießen“, sagte Trainer Jürgen Klopp. „Dafür, dass Marco den durchlässt, kommt er in den Himmel.“

Am Mittwoch geht es für Dortmund in der Champions League gegen den SSC Neapel

Zu Beginn des Herbstes ist Dortmund in bestechender Form. Am Mittwoch steht das erste Gruppenspiel in der Champions League gegen den SSC Neapel an. Auch Mats Hummels soll dann im Dortmunder Defensivverbund für Stabilität sorgen. Der Innenverteidiger steht unter besonderer Beobachtung, nachdem er zuletzt eine Schwächephase durchlebt hat, die ihn den Stammplatz in der Nationalelf kostete. Gegen Hamburg holte sich Hummels Sicherheit, indem er sich weitgehend auf seine Abwehraufgaben beschränkte.

Wenn er auf Hummels angesprochen wird, weckt das bei Klopp den Beschützerinstinkt. Der Trainer scheut sich auch nicht, sich in dieser Causa mit dem Bundestrainer anzulegen. Generell ist er der Meinung, dass seine Spieler zu schlecht wegkommen, wenn es um ihre Auftritte im Nationaltrikot geht. „Wenn Fehler einen Namen kriegen, ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass es ein Spieler von Borussia Dortmund ist“, bemängelt Klopp. Dies sei bereits bei Marcel Schmelzer der Fall gewesen, nun wundert sich der Trainer, dass sich das Prozedere bei Hummels wiederhole. Im Übrigen bestehe überhaupt kein Grund dafür, die Dinge zu dramatisieren: „Locker bleiben“, rät Klopp, „so schlecht ist seine Verfassung auch wieder nicht.“

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