BORUSSIA DORTMUND : Medienboykott II

Vier Wochen lang haben sich die Profis von Borussia Dortmund den Journalisten verweigert und sind nach Spielen und Trainingseinheiten stumm an allen Mikrophonen, Aufnahmegeräten und Notizblöcken vorbeigelaufen. Nun, nachdem die Dortmunder Spieler für das heutige DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt das Ende ihres Medienboykottes angekündigt haben, revanchieren sich die Dortmunder Journalisten.

Sie wollen nun ihrerseits die Spieler ignorieren, um ein Zeichen gegen die Behinderung ihrer Arbeit zu setzen. Alle drei in Dortmund erscheinenden Tageszeitungen, die „Bild“-Zeitung, die beiden Nachrichtenagenturen dpa und sid sowie die Korrespondenten der überregionalen Blätter haben angekündigt, sich dem Gegenboykott anzuschließen. Man wolle den willkürlichen Boykott der Fußballprofis nicht tatenlos hinnehmen und aktiv für das journalistische Recht auf Information einstehen, hieß es. Der Medienprofessor Josef Hackforth hält das für eine lohnende Aktion. Im DSF sagte er, dies funktioniere „sinnvollerweise für ein einziges Spiel, um zu zeigen, wir können euch auch ignorieren. Aber bitte nicht wieder für vier Wochen.“ Die Sorge ist unbegründet. Der Ausstand der Journalisten soll auf ein Spiel beschränkt bleiben. fex

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