Borussia Dortmund - SC Freiburg 5:0 : Der BVB grüßt weiter von oben

Borussia Dortmund schlägt den SC Freiburg am siebten Bundesliga-Spieltag souverän 5:0 und verteidigt damit die Tabellenführung. Jürgen Klopp konnte sich am Ende sogar einen kleinen Luxus leisten.

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The Big Lewandowski. Gegen den SC Freiburg markierte Robert Lewandowski (Bildmitte) zwei Treffer. Allerdings machten es die Freiburger den Dortmundern auch verhältnismäßig leicht – weil sie mitspielen wollten und nicht tief genug verteidigten.
The Big Lewandowski. Gegen den SC Freiburg markierte Robert Lewandowski (Bildmitte) zwei Treffer. Allerdings machten es die...Foto: Reuters

Das Auslaufen begann schon in der 70. Minute. Da führte Borussia Dortmund bei herrlichen spätsommerlichen Temperaturen gegen vollends überforderte Freiburger uneinholbar, weshalb die Dortmunder gleich mal die Vorbereitung auf das Champions-League-Spiel gegen Olympique Marseille am Dienstag einleiteten. „Es hat Spaß gemacht“, sagte Nationalspieler Marco Reus, „als wir unseren Rhythmus gefunden hatten, lief es richtig gut.“ Am Ende gewann die Borussia vor 80 000 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion überaus deutlich mit 5:0 (2:0) gegen den SC Freiburg und ist damit weiterhin Tabellenführer. Reus sprach von einem Sieg, „der auch in dieser Höhe verdient war“ – eine gnadenlose Untertreibung. De facto hatte der BVB zahlreiche beste Möglichkeiten ausgelassen. „Dass wir es ihnen so einfach machen“, sagte Freiburgs Torhüter Oliver Baumann, „hätte ich nicht gedacht.“

Von Beginn an diktierten die Gastgeber, die kurzfristig auf den am Oberschenkel verletzten Marcel Schmelzer verzichten mussten, das Spielgeschehen. Bereits nach wenigen Minuten hätte Neven Subotic den BVB in Führung bringen können, doch der Kopfball des Serben strich knapp am Winkel vorbei. Die zweite Möglichkeit besaß Henrikh Mkhitaryan, dessen Schuss gerade noch geblockt wurde. Robert Lewandowski scheiterte zudem nach feiner Einzelleistung, auch Aubameyang schaffte es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. In Anbetracht der Dortmunder Chancen schien es eine Frage der Zeit, wann das erste Tor fallen würde. Nach einer guten halben Stunde war es dann so weit: Freiburgs Torhüter Oliver Baumann ließ einen Weitschuss von Sven Bender nach vorn prallen, Lewandowski stocherte hinterher, und schließlich war es Reus vorbehalten, den Ball im zweiten Nachfassen über die Linie zu drücken.

Doch damit begnügten sich die Dortmunder nicht, ihr Sturmlauf ging weiter – wobei kaum zu glauben war, wie verschwenderisch der BVB mit seinen Möglichkeiten umging. An der Seitenlinie ruderte Freiburgs Trainer Christian Streich wild mit den Armen, um seine Spieler aus der Lethargie zu wecken. Doch die wirkten angesichts wie erstarrt. Und für die Gäste sollte es noch schlimmer kommen: Kurz vor der Pause erhöhte Reus mit per Foulelfmeter auf 2:0. Zudem flog auch noch Fallou Diagne vom Platz, weil er Lewandowski im Strafraum von hinten zu Boden gezerrt hatte. „Mit dieser Roten Karte war das Spiel entschieden“, sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, „es war klar, dass es für Freiburg bei diesen Temperaturen ganz schwer wird.“

Schon in Gleichzahl waren die Freiburger hoffnungslos überfordert gewesen, nun konnte es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung gehen, während die Dortmunder schon mal einen ersten Gedanken auf das Spiel gegen Marseille verschwenden durften. Das tat Klopp in der Pause und nahm Sven Bender vom Feld, für den Oliver Kirch kam. Der BVB konnte sich den Luxus erlauben, weitsichtig zu planen, denn Freiburg machte weiterhin keine Anstalten, ein gleichwertiger Gegner zu sein. Die Gäste mühten sich zwar, nicht völlig unterzugehen. Das gelang jedoch mehr schlecht als recht: Lewandowski traf zwei Mal, zehn Minuten vor Schluss erhöhte der eingewechselte Blaszczykowski auf 5:0. Den Kollegen Reus freute es, er kennt die Tugend, „dass wir immer mehr wollen, wenn wir mal ins Rollen kommen“.

Borussia Dortmund grüßt in der Liga also weiter von ganz oben – und blickt optimistisch dem richtungweisenden Spiel gegen Marseille entgegen.

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