Borussia Dortmund : Und nun gegen Pep Guardiola?

Der Gruppensieg in der Champions League lässt die Dortmunder kräftig jubeln. Dabei droht im Achtelfinale auch weiter ein schwerer Gegner - im Extremfall könnte es auf Manchester City hinauslaufen.

Das war schon was. Die Dortmunder Spieler nach dem Spiel von Madrid.
Das war schon was. Die Dortmunder Spieler nach dem Spiel von Madrid.Foto: Reuters/Vera

Der sonst so zurückhaltende Thomas Tuchel zeigte sich dauergrinsend, aus der Ferne feierte Mario Götze mit. Der späte Ausgleichstreffer zum 2:2 (0:1) bei Real Madrid und der damit verbundene Sieg in der Champions-League-Gruppe F ließ die Dortmunder Borussen in der Nacht zum Donnerstag mächtig jubeln. Dabei droht weiterhin ein immens schwerer Achtelfinal-Gegner.
Erst nach rund einer Stunde war Marco Reus in Madrid ins Spiel gekommen, weil er kurzfristig leicht erkrankt war und sich selbst nicht richtig fit gefühlt hatte. Und doch war er es, der zwei Minuten vor Schluss auf Vorlage des starken Pierre-Emerick Aubameyang den 2:2-Ausgleichstreffer erzielte. „Der Treffer gehört zu 99 Prozent Auba und nur zu einem Prozent mir“, befand der Nationalspieler. „Auba macht das Weltklasse, und ich mache ihn zum Glück rein.“
Nicht nur die Dortmunder waren begeistert von ihrem Auftritt, sondern auch der gegnerische Trainer. Zinedine Zidane zeigte sich regelrecht beeindruckt von den Borussen, die nach einem 0:2-Rückstand und zwei Treffern von Karim Benzema (28./53. Minute) durch Aubameyang (60.) und Reus zurückgekommen waren. „Dortmund hat diesen ersten Platz einfach verdient. Sie haben bewiesen, warum sie so stark sind“, bekannte der Weltmeister von 1998. Der verletzt fehlende Mario Götze twitterte an seine Kollegen: „Ihr seid Wahnsinn.“ Trainer Tuchel schwärmte: „Ich bin überglücklich!“

Mit etwas mehr Abschlussstärke hätten die Dortmunder sogar noch häufiger treffen können

Mit den Treffern 20 und 21 im sechsten Vorrundenspiel stellte das BVB-Team sogar einen neuen Rekord in der Champions-League-Gruppenphase auf und egalisierte die 20-Tore-Marken von Manchester United (1998/99), des FC Barcelona (2011/12) und von Real Madrid (2013/14). Mit etwas mehr Abschlussstärke hätten die Gäste an diesem Abend sogar noch häufiger treffen können, dazu ließen sie allerdings zu viele prima Gelegenheiten ungenutzt.
Die Chancen aufs Viertelfinale sind durch den Gruppensieg nicht unbedingt besser geworden, denn auch jetzt drohen im Achtelfinale starke Gegner: Der schwerste Kontrahent wäre sicher Manchester City, daneben könnten die Dortmunder am Montag in Nyon auch Paris Saint-Germain, Benfica Lissabon, den FC Porto oder den FC Sevilla zugelost bekommen. „Wir werden sehen, wie die Auslosung ist. Im Achtelfinale kriegt man keine leichten Gegner“, sagte Reus. (dpa)

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Packendes 2:2 bei Real Madrid: Reus schießt BVB zum Gruppensieg
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