Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 2:2 : Geteilte Bescherung

Borussia Dortmund geht gegen den VfL Wolfsburg zweimal in Führung, kassiert aber jeweils den Ausgleich und kann erneut keinen Bundesliga-Sieg einfahren.

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Zwei Mal geführt, aber am Ende steht trotzdem nur ein 2:2-Unentschieden für Borussia Dortmund
Zwei Mal geführt, aber am Ende steht trotzdem nur ein 2:2-Unentschieden für Borussia DortmundFoto: dpa

Vorgezogene Bescherung in Dortmund? Wenn es nach Jürgen Klopp ginge, wäre es genau so. Die Woche mit den beiden letzten Hinrundenspielen gegen Wolfsburg und in Bremen müsse ein „Geschenk an diesen großartigen Verein“ werden, forderte der Trainer nach der Pleite in Berlin. Konkret bedeutet das: Punkte, die im Abstiegskampf der Bundesliga dringend benötigt werden. Aber Wünsche gehen nun mal nicht immer in Erfüllung, 80 467 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion erlebten beim 2:2 (1:1) von Borussia Dortmund gegen den Tabellenzweiten einen packenden Schlagabtausch, bei dem sich die krisengebeutelte Borussia kurz vor dem Ende noch den Sieg entreißen ließ.

Nach dem schlimmen Auftritt in Berlin wechselte Klopp seine Mannschaft auf zwei Positionen: Kevin Großkreutz und Erik Durm rückten für Lukasz Piszczek (Magen-Darm-Infekt) und Adrian Ramos, der aus Leistungsgründen aus dem Kader gerutscht war, in die Stammformation. Borussia Dortmund übernahm sofort die Initiative und hätte bereits nach 40 Sekunden in Führung gehen können, doch der Kopfball von Aubameyang nach Flanke von Gündogan rauschte über das Tor. Auf der anderen Seite hatte der starke Belgier Kevin De Bruyne die Führung auf dem Fuß, scheiterte bei seiner Doppelchance jedoch zuerst an Dortmunds Torhüter Mitch Langerak und drückte den Ball dann am linken Pfosten vorbei.

Borussia Dortmund investierte jedoch insgesamt mehr und wurde in der achten Minute belohnt: Nach Flanke von Immobile war erneut Aubameyang zur Stelle, dieses Mal traf er jedoch ins Netz. Der Vorsprung beflügelte, aber in der Rückwärtsbewegung offenbarten die Gastgeber weiterhin Schwächen. Aber auch Wolfsburg agierte nicht fehlerfrei. So hätte ein leichtfertiger Ballverlust von Gustavo im Spielaufbau beinahe zum Dortmunder 2:0 geführt, doch Gündogan brachte den letzten Pass nicht zum Mitspieler.

Stattdessen wurde auf der anderen Seite gejubelt: Nach knapp einer halben Stunde zirkelte De Bruyne einen Freistoß aus 20 Metern in die rechte Ecke. Es wäre eigentlich ein dankbarer Torwartball gewesen, doch Langerak hatte einen unerklärlichen Blackout. Der BVB versuchte den herben Rückschlag zu verdauen und kämpfte unermüdlich, während die Wolfsburger mehr Spielkultur zu bieten hatten. Es ging hin und her, Immobile hatte eine riesige Möglichkeit, scheiterte aber aus drei Metern volley an Benaglio. Auf der anderen Seite musste Subotic Kopf und Kragen riskieren, um den präsenten De Bruyne zu blocken.

Der Eindruck, dass der Gast aus Niedersachsen die bessere Mannschaft war, bestätigte sich zu Beginn der zweiten Hälfte, als der VfL seinen Gegner mit seinem Kombinationsspiel in arge Verlegenheit brachte. Vierinha hätte treffen müssen, doch dieses Mal durften sich die Dortmunder bei Langerak bedanken, der fantastisch reagierte. Der BVB wehrte sich und fightete angetrieben von der tosenden Kulisse. Immobile und Hummels hatten gute Möglichkeiten, es war nun eine Begegnung mit völlig offenem Ausgang. Die Schlussphase eröffnete Immobile, der den Ball mit Urgewalt in die linke untere Ecke knallte. Zum Sieg reichte es nicht, weil Naldo fünf Minuten vor dem Spielende noch der Ausgleich gelang.

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