Boxen : Acht neue deutsche Meister

Bei den deutschen Meisterschaften der Amateur-Boxer in Straubing hat es acht neue Meister gegeben. Bester Techniker wurde mit dem Schweriner Albon Perzivaj einer der jüngsten Teilnehmer. Der Großteil der Asse ist allerdings in die Profisparte der AIBA gewechselt.

Deutschlands Amateur-Boxer haben bei den 92. deutschen Meisterschaften in Straubing einen Generationswechsel vollzogen. In acht der zehn Gewichtsklassen gab es neue Titelträger. Bester Techniker wurde im 19 Jahre alten Schweriner Schwergewichtler Albon Pervizaj einer der jüngsten Teilnehmer. Von der gestandenen Athleten konnten lediglich Hamza Touba und Edgar Walth ihre Titel verteidigen.

Der vom ehemaligen Europameister Michael Timm trainierte Pervizaj bezwang im Finale am Samstagabend gegen Arthur Mann aus Gifhorn mit 3:0-Richterstimmen. In einer Neuauflage des Vorjahresfinals setzte sich der Neusser Fliegengewichtler Touba gegen den Chemnitzer Ronny Beblik nach Punkten durch. Im Bantamgewicht durfte sich Lokalmatador Walth nach einem Punktsieg über Omar El-Hag aus Berlin wieder den Meistergürtel umlegen lassen. 

Bei den Titelkämpfen waren in den zehn Gewichtsklassen insgesamt 90 Boxer in den Ring gestiegen, nicht aber die Top-Asse. Erfolgreiche Boxer wie Superschwergewichtler Erik Pfeifer aus Lohne und der Schweriner Arayk Marutyan, die bei den Weltmeisterschaften im Vorjahr jeweils Bronze gewonnen hatten, sind in die Profi-Abteilung APB des Weltverbandes AIBA gewechselt. Auch Stefan Härtel fehlte. Der Mittelgewichts-Vorjahressieger aus
Berlin ist inzwischen Profi im Sauerland-Stall.  Die Arbeit von Cheftrainer Michael Bastian wird künftig nach Verbandsangaben vom Samstag ein „sportfachliches Lenkungsteam“ unter Leitung von Sportdirektor Michael Müller fortführen. Der Vertrag des Coaches endet nach einer Entscheidung des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) zum 31. Dezember 2014 vorzeitig. „Wir sind uns sicher, dass die anstehenden Aufgaben gut gelöst werden. Wir haben im Lenkungsteam herausragende Kompetenz“, sagte Müller. Dem fünfköpfigen Team gehört unter anderem Michael Timm an. (dpa)

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