Boxen : Astana Arlans gewinnen Weltserie WSB

Kasachstans „Astana Arlans“ haben die Weltserie WSB der Box-Amateure gewonnen. Die in dieser Saison mit einer Millionen Dollar dotierte Serie etabliert sich immer mehr. Künftig sind auch Kubas Asse dabei. Die Deutschen hatten sportlich bislang nichts zu bestellen.

Die Weltserie WSB der Internationalen Boxföderation AIBA hat bei der dritten Auflage ihren dritten neuen Sieger. Gastgeber „Astana Arlans“ aus Kasachstan setzte sich am Samstagabend in Astana nach hochklassigen und spannenden Kämpfen gegen die Vertretung der Ukraine knapp mit 6:5 durch. Die „Ukraine Otamans“ hatten zuvor im Halbfinale Vorjahressieger Milano Thunders aus Italien ausgeschaltet. Die erste Auflage der Serie gewann 2011 die Staffel „Paris United“.

Die Entscheidung des zweitägigen Finales fiel in einem Entscheidungskampf, in dem Bantamgewichtler Bagdad Alimbekow aus Kasachstan in fünf Runden einstimmig nach Punkten (50:45, 49:46, 50:45) gegen den für die Ukrainer boxenden EM-Dritten Alexandr Riscan aus Moldau siegte. Die beiden Olympiasieger in den Reihen der Gäste, Wasil Lomatschenko und Alexander Usyk, konnten die knappe Niederlage mit ihren Siegen nicht verhindern.

Das deutsche Team war bei seiner zweiten Teilnahme an der Serie erneut in der Vorrunde ausgeschieden. Dabei blieben die „German Eagles“ auswärts sieglos und verloren unter anderem bei den Finalteilnehmern Kasachstan mit 1:4 und in der Ukraine glatt mit 0:5.

In der dritten Auflage der WSB, die in der Vorrunde zwölf Mannschaften in zwei Gruppen umfasste, ging es um ein Preisgeld von einer Million Dollar. Gekämpft wurde in fünf Gewichtsklassen (Bantam-, Leicht-, Mittel-, Halbschwer-, Schwergewicht). Anders als im Amateur-Wettkampfsystem, in dem dreimal drei Minuten geboxt wird, beträgt die Kampfzeit in der WSB fünfmal drei Minuten.

In der nächsten Saison wird auch Box-Weltmacht Kuba in die WSB einsteigen. Die Boxnation Nummer eins, die 116 Medaillen bei Weltmeisterschaften und 67 bei Olympischen Spielen gewonnen hat, wird mit einer eigenen Staffel an der 2010 gegründeten Wettkampfserie vertreten sein. Damit sind praktisch alle führenden Boxnationen in der WSB vereint. „Das wird die Serie auf ein noch höheres Niveau bringen“, sagte AIBA-Präsident Ching-Kuo Wu. (dpa)

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