Boxen : Den Albtraum besiegen

Witali Klitschko boxt am Samstag gegen Arreola. Vorher versucht er schon mal, verbal zu punkten.

Los Angeles - Siegessicher, selbstbewusst, schlagfertig: Vier Tage vor dem Boxduell mit Herausforderer Cristobal Arreola hat WBC-Schwergewichts-Weltmeister Witali Klitschko schon mal versucht, verbal zu punkten. „Vor fünf Wochen habe ich noch gesagt, dass ich nicht weiß, wer den Kampf gewinnen wird. Heute aber, nach mehr als 160 Trainingskilometern in den Beinen und mehr als 120 Sparringsrunden, bin ich mir mehr als sicher, als Weltmeister wieder aus dem Ring zu klettern“, sagte der 38 Jahre alte Profiboxer in Los Angeles.

Wenn der Ukrainer am Samstagabend (Sonntag 4.30 Uhr MESZ/RTL live) im Staples Center zur Pflichtverteidigung auf den zehn Jahre jüngeren Amerikaner Arreola trifft, wird die Arena mit rund 17 000 Zuschauern ausverkauft sein. Arreola ist sicher, dass niemand sein Kommen bereuen wird. „Das wird kein Langweiler, sondern ein Fight, der die Zuschauer elektrisiert“, sagte der 28-Jährige auf Spanisch und Englisch.

Für den in seinen 27 Kämpfen unbesiegten Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln wird es ein Heimspiel. Arreola ist in Los Angeles geboren, wohnt etwas außerhalb in Riverside und hat tausende Hispanics hinter sich. „Mein Trainer hat mir in den vergangenen Wochen richtig in den Hintern getreten. Dafür habe ich ihn geliebt und gehasst. Aber jetzt bin ich in richtig guter Verfassung und ich weiß, dass ich eine gute Chance habe“, meinte der 28-Jährige zwei Tage vor dem Wiegen.

Arreola, Kampfname „Nightmare“ (Albtraum), hat 24 seiner Kämpfe vorzeitig gewonnen. Sogar Witali Klitschko, der 36 seiner 37 Profikämpfe durch Knockout für sich entschied, äußerte sich lobend über seinen noch unbesiegten Kontrahenten. Er habe alles, was ein Schwergewichts-Champion haben müsse – bis auf die Erfahrung. „Und ich werde demonstrieren, was es heißt, Erfahrung zu haben“, sagte Klitschko, der zum dritten Mal in Los Angeles kämpft. Seine L.-A.-Bilanz soll positiv werden: Bisher stehen eine Niederlage gegen den Briten Lennox Lewis und ein Sieg gegen den Südafrikaner Corrie Sanders zu Buche. dpa

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