Boxen : Sturm und Abraham müssen weiter aufeinander warten

Der Kampf zwischen den beiden deutschen Box-Champions Felix Sturm und Arthur Abraham wird vorerst nicht stattfinden. Sturms Universum-Boxstall prüft zunächst die Optionen für einen Fight in den USA.

HannoverDas Duell der beiden deutschen Mittelgewichts-Weltmeister Felix Sturm aus Leverkusen und dem Berliner Arthur Abraham ist wieder in weite Ferne gerückt. Universum-Chef Klaus-Peter Kohl, Chef des WBA-Champions Sturm, kündigte an, vorerst keine Verhandlungen mit Abrahams Promoter Wilfried Sauerland aufnehmen zu wollen. "Für uns war das kein seriöses Angebot, sondern ein Ultimatum", sagte Kohl.

Sauerland soll Sturm eine Börse über 2,5 Millionen Euro angeboten haben, falls er bis März 2009 gegen Abraham zur Titelvereinigung antritt. Felix Sturm bevorzuge nun einen Kampf gegen WBC- und WBO-Weltmeister Kelly Pavlik (USA). "Wir haben bereits Kontakt zu seinem Promoter Bob Arum aufgenommen und prüfen zunächst einmal unsere Optionen für Felix in Amerika", erklärte der Universum-Chef. Auf ein Duell mit Pavlik ist auch IBF-Weltmeister Abraham aus.

Champions sind kampfbereit

Das Duell Sturm/Abraham steht seit langem im Raum. Die Spekulationen erhielten mit den jüngsten Titelverteidigungen beider Profis neue Nahrung. Der 28 Jahre alte Abraham hatte am 4. November in Bamberg nach seinem vorzeitigen Sieg über den Amerikaner Raul Marquez Bedenken über Finanzierungsprobleme mit der Aussage zerstreut: "Am Geld soll dieser Kampf nicht scheitern. Geld interessiert mich nicht. Zur Not boxe ich auch ohne."

Sturm verteidigte seinen WM-Gürtel zuletzt am 1. November in Oberhausen mit einem Punktsieg über den Greifswalder Sebastian Sylvester in der ersten deutsch-deutschen Box-WM seit 2000. "So etwas brauchen wir öfter, einmal im Jahr - und nicht alle acht Jahre", meinte der 29-Jährige und versicherte da: "Arthur und ich - wir stehen jederzeit für diesen Kampf zur Verfügung." (leu/dpa)

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