Boxen : Wladimir Klitschko will K.o.-Sieg

Die Niederlage gegen Lamon Brewster sitzt bei Wladimir Klitschko noch immer tief. Bei einer Neuauflage des Duells will er sich endgültig rehabilitieren.

Lamon Brewster Wladimir Klitschko
April 2004: Brewster siegt gegen Wladimir Klitschko in Las Vegas. -Foto: dpa

HamburgAm 7. Juli steht der Ukrainer dem Amerikaner Lamon Brewster, gegen den er 2004 nach einem konditionellen Einbruch durch technischen K.o. unterlag, in Köln erneut gegenüber. "Der Weg nach oben dauert lange und kostet sehr viel Mühe. Ich habe mich immer noch nicht zu hundert Prozent rehabilitiert", sagte der Ukrainer der Zeitschrift "TV Movie".

Von seinen drei Niederlagen sei dies die unangenehmste gewesen, gesteht der Boxstar. Allerdings gehe er ohne Rachegelüste in den Kampf. "Emotionen sind ein schlechter Ratgeber. Für mich spielt die alte Geschichte keine Rolle." Erklärtes Ziel ist jedoch nicht nur ein Sieg, sondern ein K.o. gegen den US-Boxer. "Ich werde den Kampf gewinnen", kündigt der 31-jährige Klitschko selbstbewusst an. "Und er wird nicht über die volle Distanz gehen."

Brewster: "Meine Fäuste werden Richter sein"

Dabei unterschätzt er seinen Gegner keineswegs: "Brewster ist konstant, kann viel einstecken und bleibt trotzdem gefährlich. Das hat auch sein Sieg gegen Luan Krasniqi gezeigt." Klitschko aber baut auf die boxerischen Fortschritte, die er unter seinem neuen Trainer Emanuel Steward gemacht hat. "Was die Taktik und gewisse Techniken angeht, ist Emanuel genau das, was ich gesucht habe. Ein neuer Entwicklungsschritt."

Brewster beklagt sich vor dem Re-match über Klitschko: "Wie Wladimir agiert kein echter Sportsmann. Klitschko sagt, dass der Sieg faul war. Das tat mir und dem ganzen Boxsport weh. Für mich bleibt ein bitterer Beigeschmack", sagte er der "Sport Bild". Nachdem Klitschko 2004 in Las Vegas in Runde fünf K.o. gegangen war, hatte das Lager des Ukrainers Sabotage gewittert. Für die bevorstehende Revanche kündigte Brewster einen erneuten K.o. an: "Natürlich weiß ich nicht, ob es möglich ist, in Deutschland nach Punkten zu gewinnen. Am besten wähle ich also eine andere Strategie: Meine Fäuste werden die Richter sein." (mit dpa)

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