BR Volleys besiegen Liberec : Gegen Pauken und Proleten

Nach dem 3:0-Sieg gegen Dukla Liberec haben sich die BR Volleys vorzeitig für die nächste Runde in der Champions League qualifiziert.

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Die Berliner Spieler bauen auf.
Die Berliner Spieler bauen auf.Foto: dpa

Wenigstens zwei Tschechen wollten den BR Volleys das Heimspiel in der Champions League verderben. Es waren aber keine Spieler vom Gegner Dukla Liberec, sondern zwei Fans. Die beiden waren mit zwei großen Pauken und vielen Bieren ausgerüstet und das taktlose Getrommel war eher schwer bis gar nicht zu ertragen. Sie schreckten auch nicht davor zurück, den Showact, eine Soulsängerin, musikalisch zu begleiten.

Die BR Volleys jedenfalls können besoffene Trommler offenbar gut ab. Wenige Tage nach der Pokalniederlage gegen den VfB Friedrichshafen gewannen die Berliner 3:0 (25:17, 25:22, 25:19) gegen Liberec. Damit stehen die Volleys vorzeitig bei zwei noch ausstehenden Spielen in der Gruppe B in der nächsten Runde der Champions League.

Den Volleys war anzumerken, dass sie eine Reaktion auf die neuerliche Niederlage gegen Friedrichshafen zeigen wollten. Trainer Roberto Serniotti ließ auf der Position des Diagonalangreifers Wouter ter Maat anstelle von Paul Carroll spielen. Nun kann kein Mensch sagen, ob das eine gute Entscheidung gewesen ist und der am Donnerstag verschmähte Carroll nicht besser gewesen wäre als ter Maat. Sicher sagen aber kann man, dass ter Maat ein sehr gutes Spiel machte.

Schon nach wenigen Minuten blockte er zwei Angriffsschläge der Gäste, anschließend versenkte er seinen Schmetterball. Die Volleys führten 6:1 und auch der Rest des Satzes gestaltete sich deutlich. Die Tschechen leisteten auch anschließend recht wenig Gegenwehr. Durchgang zwei begann wie der erste, endete aber etwas knapper. Bei den Volleys sorgte gegen Ende des Satzes Libero Luke Perry mit spektakulären Rettungsaktionen für großen Jubel bei den knapp 3500 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle.

Volleys-Manager Kaweh Niroomand machte auch im dritten Satz einen sehr entspannten Eindruck. Seine Mannschaft, die er nach dem Friedrichshafen-Spiel noch gescholten hatte, spielte die Begegnung konzentriert zu Ende. Und die Trommler? Sie waren unter dem Jubel der Fans fast nicht mehr zu vernehmen.

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