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BR Volleys - Haching 3:1 : Mit Block und Beethoven

Erfolgreicher Start in die Bundesliga-Saison: Der Meister Berlin Volleys bezwingt den Pokalsieger Generali Haching zum Saisonauftakt am Dienstagabend mit 3:1.

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Kein Vorbeikommen: Die Berliner Scott Touzinsky (v. r. n. l.), Felix Fischer und Kawika Shoji gehen hoch zum Block gegen Hachings Ewoud Gommans. Berlins Paul Carroll (hinten, l.) betrachtet die Aktion. Foto: dpa
Kein Vorbeikommen: Die Berliner Scott Touzinsky (v. r. n. l.), Felix Fischer und Kawika Shoji gehen hoch zum Block gegen Hachings...Foto: dpa

Es ist eher unwahrscheinlich, dass Ludwig van Beethoven an eine tänzerische Untermalung durch Cheerleader dachte, als er seine Neunte Sinfonie komponierte. Den Tänzerinnen vom „Berlin Dance Team“ war’s am Dienstagabend in der Max-Schmeling-Halle vor 6.621 Zuschauern egal, sie nutzten bei der Saisoneröffnungsshow der Deutschen Volleyball-Liga auch klassische Musik zur Stimmungsmache. Das dazugehörige Eröffnungsspiel bot dann allerdings anschließend Erwartbares; der amtierende Meister BR Volleys bezwang den amtierenden Pokalsieger Generali Haching mit 3:1 (25:22, 20:25, 25:17, 25:19). „Das war ein Spiel auf einem guten Level“, sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand, „aber es war noch kein überragendes Spiel.“ Außenangreifer Robert Kromm war einmal mehr mit 22 Punkten der besten Mann bei den Berlinern.

 Der erste Satz begann sogar schmerzhaft für den Hachinger Ewoud Gommands, der in der Anfangsphase von Felix Fischer einen Ball dorthin geschmettert bekam, wo es einem Mann besonders wehtut. Nach einigen Sekunden zwinkerte zwar der Hachinger dem grinsenden Berliner Gegenüber mit schmerzverzerrtem Gesicht zu. Trotzdem dürfte er um die Auszeit seines Trainers Mihai Paduretu froh gewesen sein, die ihm beim Stand von 5:3 für die Berliner noch etwas mehr Zeit zur Erholung gewährt. Bis zum 21:21 konnte sich keines der beiden Teams absetzen, dann aber zeigten die Berliner die Reife des Meisters – und nutzen gleich den ersten Satzball zum 25:21.

 Anders aber der zweite Durchgang, in dem die Berliner nur bis zum 7:7 mit dem Pokalsieger aus dem südlichen Landkreis München mithalten konnten. Dann setzte sich das mit drei deutschen Nationalspielern verstärkt Gästeteam auf 10:16 ab. Trainer Mark Lebedew versuchte es mit einer Auszeit und experimentierte mit der Einwechslung des 21 Jahre alten Berliner Nachwuchsspielers Ruben Schott. Doch der Außenangreifer durfte das Feld nur für wenige Sekunden betreten, dann wechselte Lebedew den kopfschüttelnden Nachwuchsmann auch schon wieder aus. Schott hatte seinen Aufschlag beim Stand von 17:20 weit ins Aus gesetzt. Schon den ersten Satzball verwandelten die Hachinger zum Satzausgleich. „Das war ein Kurzschluss im Kopf“, sagte Kaweh Niroomand, „da bin ich etwas nervös geworden.“

 Doch seine Berliner Spieler I fingen sich die Berliner sich wieder. Außenangreifer Robert Kromm, der in der vergangenen Saison zum besten Spieler gewählt worden ist, nutzte beim Stand von 8:7 eine Aufschlagserie seines Teamkollegen Felix Fischer, um erst per Block und dann per Smash zu punkten. Bis auf 12:7 konnten sich die Berliner nun in Führung bringen, auch die Einwechslung des Hachinger Außenangreifers Jan-Philipp Marks konnte das Momentum nicht mehr auf die andere Seite des Netzes zurückholen. Zumal dem Berliner Zuspieler Kawika Shoji mit einem gewaltigen Schmetterball aus dem Rückfeld noch ein fast unmöglicher Punkt zum 19:14 gelang. Robert Kromm erledigte den Satzgewinn (25:17) gewohnt sicher, mit einem Block.

 Dem vierten Satz kam aufgrund des neuen Modus im Volleyball besondere Bedeutung zu. Hätten die Berliner ihn abgegeben, hätten die Unterhachinger noch mindestens einen Punkt sicher gehabt. Doch die Berliner hatten nun in ihren Meistermodus gefunden und setzten sich auf 17:11 ab. Dann aber wackelten sie, ließen fünf Hachinger Punkte in Folge zu und konnten sich bedanken, dass die Hachinger sich selber mit einem Aufschlag ins Netz der Ausgleichschance beraubten. Es war wie eine Erleichterung für die Berliner, nun punkteten die Berliner mit Robert Kromm und Paul Carroll sechsmal in Folge. Den dritten Matchball setzte Robert Kromm mit Gefühl zum 25:19 auf die Linie.

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