BR Volleys im Finale : Der Serienmeister hofft wieder

Statt mit einer Meisterfeier geht für die BR Volleys die Play-off-Serie am Sonntag mit dem vierten Finalspiel in Friedrichshafen weiter. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir eine lange Serie haben werden", sagt Manager Niroomand.

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Der Berliner Tomas Kmet (r.) im Block gegen Friedrichshafens Max Günthör.
Der Berliner Tomas Kmet (r.) im Block gegen Friedrichshafens Max Günthör.Foto: dpa

Der letzte Aufschlag der BR Volleys verfehlte das Feld völlig und beendete seinen Flug erst an der gegenüberliegenden Bande. Der finale Punkt war bezeichnend für die schwache Leistung der Berliner Volleyballer, die beim 1:3 im dritten Finale gegen den VfB Friedrichshafen nie zu Normalform fanden. Statt mit einer Meisterfeier geht die Play-off-Serie nach dem Modus „Best of five“ nun am Sonntag (18 Uhr) mit dem vierten Finale in Friedrichshafen weiter. „Ich bin weder enttäuscht noch wütend“, sagte der Berliner Trainer Mark Lebedew, „wir haben ein Spiel verloren, das ist ungünstig.“

Denn nun könnte es in Friedrichshafen schwieriger werden, den ersehnten dritten Erfolg in der Finalserie zu landen. Der ehemalige Seriensieger findet den Glauben an seine Stärke wieder. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, das gibt uns viel Aufschwung“, sagte der Friedrichshafener Max Günthör, der mit zehn erfolgreichen Blocks einen großen Anteil am Erfolg der Gäste hatte. „Es war unser bestes Spiel in dieser Saison.“

Die Berliner waren beeindruckt vom Druck der Aufschläge und dem exzellenten Blockspiel der Gäste. „Wenn man kein Mittel dagegen findet, dann ist es schwierig, aus dem Loch rauszukommen“, sagte der Berliner Felix Fischer, „wir waren von uns selber überrascht, dass wir nicht unsere Leistung abrufen konnten.“ Sein Team werde aus dem Tief aber herausfinden, versprach Fischer.

Der Manager der Volleys wirkte von der ersten Heimniederlage und der zweiten Bundesliganiederlage dieser Saison nicht sonderlich überrascht. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir eine lange Serie haben werden“, sagte Kaweh Niroomand. Es sei eher überraschend gewesen, dass sein Team gleich das zweite Spiel in Friedrichshafen gewonnen habe. „Man sieht, dass beide Teams gutes Volleyball spielen können“, sagte Niroomand, „die Mannschaften sind auf Augenhöhe.“ In so einer Situation spiele die psychologische Verfassung eine besondere Rolle. „Friedrichshafen hat auch sehr stabil für die Psyche gespielt“, sagte Niroomand anerkennend. Steigt nun vor eigenen Publikum der Druck auf Friedrichshafen wieder? Friedrichshafens Stelian Moculescu hört das gar nicht gerne. „Wir haben hier genauso viel Druck gehabt – oder meinst Du, es ist lustig hier zu verlieren?“, schimpfte er, „das ist doch ein Schmarrn mit dem Druck.“

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