BR Volleys in der Champions League : „Wir haben in Moskau nichts zu verlieren“

Außenangreifer Ruben Schott über die Erfolge der BR Volleys und die Chancen auf das Weiterkommen gegen Moskau in der Champions League.

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Ruben Schott, 22, will mit den BR Volleys heute in Moskau (18 Uhr, Livestream auf laola1.tv) einen 3:2-Satzvorsprung verteidigen.
Ruben Schott, 22, will mit den BR Volleys heute in Moskau (18 Uhr, Livestream auf laola1.tv) einen 3:2-Satzvorsprung verteidigen.Foto: Sören Stache/dpa

Herr Schott, sind Sie bereit für das Champions-League-Rückspiel heute Abend gegen Dynamo Moskau?

Das ist natürlich ein besonderes Spiel, wir haben uns aber auch nicht anders vorbereitet als sonst. Ich erwarte Moskau in eigener Halle deutlich stärker als vor einer Woche, besonders beim Aufschlag. Das wird ein ganz anderes Spiel.

Das Hinspiel haben Sie nach 0:2-Satzrückstand noch 3:2 gewonnen. Wie sehen Sie die Chancen aufs Weiterkommen?

Vor dem Hinspiel hätte ich für einen 3:2-Sieg sofort unterschrieben. Im Nachhinein war ich dann nicht vollkommen zufrieden. Vielleicht wäre auch ein 3:1 möglich gewesen. Auswärts wird es gegen so eine Spitzenmannschaft natürlich schwer, aber wir haben nichts zu verlieren. Moskau ist Favorit und hat den Druck.

Am Samstag haben Sie das erste Halbfinale in der Bundesliga gegen die United Volleys gewonnen. Wie wichtig war es im Hinblick auf Moskau, da ein langes Match zu vermeiden?

Wir sind natürlich froh, dass wir am Samstag in drei Sätzen gewonnen haben. Man hat uns die Müdigkeit aus dem Hinspiel gegen Moskau noch etwas angemerkt. Frankfurt hat gut dagegengehalten und so war es in den ersten beiden Sätzen sehr eng. Letztlich ist wichtig, dass wir gewonnen haben und jetzt versuchen wir, unsere Chance gegen Moskau zu nutzen.

Bis zur Verletzung von Steven Marshall gehörten Sie nicht zur Startformation. Wie sind Sie mit der Situation umgegangen?

Zu Beginn der Saison habe ich mir natürlich mehr Einsätze erhofft, gerade nach dem Sommer bei der Nationalmannschaft. Ich musste dann halt auf meine Chance warten – und die kam mit Stevens Verletzung. Seitdem muss ich mich beweisen und gut spielen, um meine Position zu verteidigen. Ich genieße das sehr, werde von den Jungs gut unterstützt und spüre keinen Druck.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Robert Kromm? Gibt er Ihnen mit seiner Erfahrung auch mal den einen oder anderen Tipp?

Ja, Robert hilft mir sehr viel. Er ist ja schon viele Jahre hier und hat auch im Ausland gespielt. Da schaue ich mir natürlich einiges ab, zumal er auf der gleichen Position spielt. Bei Auswärtsspielen teilen wir uns ein Hotelzimmer und es macht super Spaß mit ihm.

Sie sind seit einigen Jahren bei den BR Volleys, im Sommer läuft Ihr Vertrag aus. Wie geht es in der kommenden Saison weiter?

Bisher haben wir noch keine Gespräche über eine Vertragsverlängerung geführt, das passiert meist erst nach Saisonende. Darüber mache ich mir in dieser entscheidenden Phase aber keinen Kopf.

Würden Sie denn gerne in Berlin bleiben?

Ich bin in Berlin geboren, hier aufgewachsen – abgeneigt wäre ich ganz sicher nicht. Irgendwann würde ich gerne mal im Ausland spielen, ich bin aber noch jung. Mal sehen, was für Angebote kommen. Wenn die Saison zu Ende ist, gucke ich mir an, was ich für Optionen habe, und entscheide, wie es weitergeht.

Nach dem Saisonende mit den Volleys geht es zur Nationalmannschaft. Was sind Ihre Ziele unter dem neuen Trainer Andrea Giani?

Ich bin sehr gespannt, wie die Arbeit unter ihm wird. Giani war ein sehr großer Spieler und ich habe bisher nur Positives über ihn gehört. Er war auch bei einem unserer Spiele, richtig kennengelernt habe ich ihn aber noch nicht. Die Nationalmannschaft trifft sich am 2. Mai, ich stoße dann nach Ende der Play-offs dazu und freue mich schon auf die Zusammenarbeit.

Das Gespräch führte Julian Graeber.

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