BR Volleys : Ruben Schott spielt beim 3:1 gegen Lüneburg groß auf

Beim sicheren Erfolg gegen Lüneburg überzeugt Ruben Schott, die BR Volleys bleiben souveräner Bundesliga-Tabellenführer.

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Gute Vertretung. Ruben Schott ersetzte Robert Kromm.
Gute Vertretung. Ruben Schott ersetzte Robert Kromm.Foto: imago/Camera 4

Ruben Schott war einer regelrechten Informationsflut ausgesetzt. Während jeder Spielpause nahm ihn Trainer Roberto Serniotti zur Seite, auch seine Teamkollegen motivierten Schott immer wieder. „Ich musste ganz schon viel filtern bei all den Informationen“, sagte der 21-Jährige. Es war ja auch eine besondere Situation für ihn. Serniotti hatte ihn auserkoren, am Mittwoch den verletzten Kapitän Robert Kromm zu ersetzen. Und das funktionierte ganz gut. Die BR Volleys gewannen im zehnten Saisonspiel zum zehnten Mal. Mit einem 3:1 (27:25, 25:16, 18:25, 25:22) gegen die SVG Lüneburg bleiben sie unangefochtener Tabellenführer der Volleyball-Bundesliga.

"Ich habe einfach versucht, locker zu bleiben"

Vor 3172 Zuschauern in der Schmeling-Halle trug Schott einen großen Teil zum Erfolg bei. Zwar agierte er im Angriff nicht so erfolgreich wie Kromm, dafür war er in der Annahme umso stärker. Beachtliche 34 Aufschläge hatten die Lüneburger auf ihn gezielt, davon konnte er 74 Prozent annehmen. „Da war er überragend“, sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand. Und auch Schott war zufrieden: „Es war mir klar, dass der Gegner mich mit seinen Aufschlägen suchen würde. Ich habe einfach versucht, locker zu bleiben.“ Was gar nicht so leicht ist, sonst ist er nur Ergänzungsspieler. „Am Anfang war ich etwas übermotiviert, aber ich habe das als Herausforderung gesehen und es gut gemeistert“, betonte Schott.

Der Außenangreifer brauchte etwas Zeit, bis er ins Spiel kam. Nach einem Annahmefehler, dem einzigen bei 15 Annahmen im ersten Satz, hatten die Lüneburger einen kleinen Vorsprung (20:18) und kamen zu zwei Satzbällen. Diese konnten die Volleys abwehren, dann gelang Serniotti die Einwechslung des ersten Durchgangs. Beim Stand von 25:25 brachte er für Felix Fischer den noch gar nicht komplett fitten Tomas Kmet. Der Slowake blockte zweimal nacheinander, der Satz ging 27:25 an die Volleys.

Danach agierten die Gastgeber konzentrierter. Auch Schott wurde immer sicherer. So punktete er unter anderem mit einem alleinigen Block oder mit einem krachenden Angriffsschlag. Souverän gewannen die Berliner den zweiten Durchgang mit 25:16. Im dritten Satz mussten die Volleys mehr kämpfen und verloren ihn mit 18:25. Auch danach fanden die Berliner nur schwer ihren Rhythmus. Erst Ende des vierten Satzes zogen sie auf 19:15 davon und gewannen ihn 25:22.

„Das war ein typisches Spiel nach einer langen Pause“, sagte Serniotti. Der Coach ist überzeugt, dass sich auch Schott steigern wird: „Mit jedem Spiel wird er mutiger werden – auch im Angriff.“ Schott hat sich dafür sogar eine Information besonders gemerkt. „Beim nächsten Mal“, sagte er, „werde ich versuchen, noch mehr mit dem Kopf zu spielen.“

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