Brandt, Kimmich, Sané und Weigl : DFB-Team: Qualität schlägt Überraschung

Überraschend waren die Nominierungen von Brandt, Kimmich, Sané und Weigl nicht unbedingt. Den Jungs ist grundsätzlich alles zuzutrauen. Doch überstehen sie den Cut? Ein Kommentar.

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Zusammen ein Länderspiel bei den Großen: Weigl, Sané und Kimmich (von links).
Zusammen ein Länderspiel bei den Großen: Weigl, Sané und Kimmich (von links).Foto: Imgao

Kennen Sie noch David Odonkor? Nein? Auch nicht schlimm. David Odonkor war mal ein Fußballspieler, der über Nacht berühmt wurde, weil ihn der damalige Bundestrainer völlig überraschend für die WM 2006 nominierte. Als Nationalspieler, nicht als Busfahrer.

Ach, werden Sie jetzt sagen, stimmt, der Odonkor. Der hatte während der Heim-WM einen lichten Moment, als er kurz vor Schluss die Flanke auf Oliver Neuville schlug, der das Siegtor gegen Polen erzielte. Danach versank Odonkor wieder irgendwo unterhalb der öffentlichen Wahrnehmung.

Solche Überraschungen gibt es nicht mehr. Auch wenn manch einer die vier jungen Burschen in Joachim Löws vorläufigen EM-Kader als solche verkaufen möchte. Julian Brandt (20), Joshua Kimmich (21), Leroy Sané (20) und Julian Weigl (20) bringen es zwar zusammen auf nur ein Länderspiel bei den Großen, aber sind alles andere als überraschend dabei. Diese vier Herrschaften haben sich in der abgelaufenen Bundesligasaison eine seltene Präsenz erspielt. Erst gerade haben die Bundesligaprofis den Dortmunder Weigl zum Aufsteiger der Saison gewählt. Und das zu Recht. Den Jungs ist grundsätzlich alles zuzutrauen, so gut, wie sie ausgebildet sind und es als Stammspieler in der Bundesliga bewiesen haben.

Den Cut werden alle vier Spieler wohl nicht überstehen und endgültig mit nach Frankreich reisen. Alles andere wäre eine Überraschung. Oder dem Bundestrainer ist es wirklich ernst. Sein Team braucht neue Reize und Frische und Qualität, aber keine Überraschungen mehr.

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