Brasilien gegen Italien : Kampf um Amauri

Der Brasilianer Amauri ist bei Juventus Turin zum Star gereift. Weil der Klub nicht zustimmte, kann er im Länderspiel gegen Italien nicht sein Debüt für Brasilien geben. Stattdessen wollen die Italiener ihn für ihr eigenes Team gewinnen.

Sebastian Stier
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Italien oder Brasilien? Amauri muss sich entscheiden.Foto: AFP

Die Konstellation könnte aus Hollywood stammen. Ein junger Fußballer wird in seiner Heimat verschmäht, reift in der Fremde zum Starkicker und soll dann gegen seine neue Wahlheimat erstmalig für sein Geburtsland auflaufen. Amauri, dem brasilianischen Stürmer von Juventus Turin, wird dieser filmreife Auftritt verwehrt bleiben. Brasiliens Nationaltrainer Carlos Dunga hatte den 28-Jährigen nach langem Zögern doch noch für das Testländerspiel am Mittwoch in London gegen Weltmeister Italien (20.45 Uhr) nachnominiert, allerdings musste Amauris Arbeitgeber der Abstellung zustimmen, da die vom Weltfußballverband (Fifa) vorgeschriebene Freistellungsfrist von 15 Tagen bereits abgelaufen war.

Ein italienischer Pass ist beantragt

Juventus lehnte die Anfrage des brasilianischen Verbands ohne Nennung von Gründen ab. Amauri, der vor wenigen Wochen einen italienischen Pass beantragt hat, ist nach dessen Aushändigung auch für die italienische Nationalmannschaft spielberechtigt. Allerdings nur dann, wenn er noch kein Länderspiel für einen anderen Verband bestritten hat. Italiens Trainer Marcello Lippi hat bereits Interesse an dem Angreifer signalisiert.

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